Dienstag, 6. Februar 2007

Zwei Verletzte in Bürokomplex: Wieder Briefbombe in Londoner Vorort explodiert!

  • Zuvor eine Verletzte bei Explosion in Innenstadt

Nur einen Tag nach einem Briefbombenanschlag sind bei der Explosion einer weiteren Briefbombe in einem Bürogebäude in der englischen Stadt Wokingham zwei Männer leicht verletzt worden. Die beiden Angestellten des Unternehmens Vantis wurden an Ort und Stelle an den Händen und am Oberkörper behandelt und stünden unter Schock, so ein Sprecher von Vantis. Das Gebäude in Wokingham westlich von London, wurde geräumt und die Umgebung abgesperrt. Zuvor war in einem Gebäude in der Londoner Victoria Street eine Briefbombe explodiert, eine Frau erlitt ebenfalls Verletzungen an den Händen.

Ob es zwischen den beiden Fällen einen Zusammenhang gibt, war zunächst unklar. Die Anti-Terror-Abteilung von Scotland Yard ermittelt. Ziel der ersten Explosion war das Unternehmen Capita, das unter anderem für die Erhebung der Londoner City-Maut zuständig ist. Britische Medien spekulierten über die Erweiterung der Maut-Zone Mitte Februar als möglichen Hintergrund. Dagegen hatte es in London im vergangenen Jahr großen Protest gegeben. Die City-Maut beträgt in London acht Pfund (rund 12 Euro).

Die zweite Explosion ereignete sich bei dem Wirtschaftsprüfer und Unternehmensberater Vantis, das Medienberichten zufolge unter anderem Geldstrafen für Geschwindigkeitsüberschreitungen abwickelt. Nach Polizeiangaben ist jedoch noch unklar, ob das Unternehmen wirklich Ziel des mutmaßlichen Anschlags war, oder ob die Briefbombe nur zufällig dort explodiert ist.

Explosive Postsendungen wurden in den 70er Jahren von der Untergrundorganisation Irisch-Republikanische Armee (IRA) verwendet. In den vergangenen Jahren haben auch militante Tierschützer Briefbomben verschickt.

(apa/red)

6.2.2007 15:20