Dienstag, 6. Februar 2007

Israels Premier im Korruptionssumpf: Tiefe Krise nach Affäre um Regierungsdarlehen

  • Premier soll Freund günstiges Geld verschafft haben
  • Immer wieder Bestechungsvorwürfe um Olmert

Gegen den israelischen Ministerpräsidenten Ehud Olmert sind neue Korruptionsvorwürfe laut geworden. Olmert, dem bereits illegale Einflussnahme beim Verkauf des Mehrheitsanteils an der israelischen Bank Leumi durch die Regierung vorgeworfen wird, soll einem Parteifreund ein Regierungsdarlehen in Höhe von umgerechnet 1,3 Millionen Euro zugeschanzt haben.

Olmert sei zu diesem Zeitpunkt noch Handels- und Industrieminister gewesen, berichtete der Fernsehsender Channel 10. Ein Sprecher des Rechnungshofes bestätigte, dass die damaligen Aktivitäten des Ministeriums überprüft würden, die Ermittlungen richteten sich jedoch nicht direkt gegen Olmert.

Der israelische Premier ist bereits in mehreren Fällen der Korruption beschuldigt worden, hat die Vorwürfe jedoch stets zurückgewiesen. In dem Bankenskandal soll Olmert als Finanzminister im November 2005 die Bedingungen einer Ausschreibung für eine Privatisierung der Bank zu Gunsten befreundeter Geschäftsleute geändert haben. (APA/red)

6.2.2007 07:40