Spitalsmitarbeiter betrog UKH um 2,1 Mio. : Geld dan eigene Scheinfirma ausbezahlt
- 47-jähriger Salzburger hatte aufwendigen Lebensstil
- Erste Ungereimtheiten bereits vor eineinhalb Jahren
Im Fall jenes Mitarbeiters des Unfallkrankenhauses Salzburg, der über Scheinfirmen Geld ergaunert haben soll, ist der Schaden wesentlich größer als ursprünglich angenommen. Insgesamt soll der 47-Jährige das UKH um mindestens 2,1 Millionen Euro betrogen haben, wie die Ermittlungen des Landeskriminalamtes nun ergaben. Nun wurde er verhaftet.
Der Mann war für den Einkauf im Operationsbereich des Spitals zuständig. Dabei bestellte er über Scheinfirmen Waren, wie etwa Implantate, mit einem Stückpreis von 400 bis 700 Euro für den Operationsbereich. Im UKH bestätigte er dann den Wareneingang, obwohl in Wahrheit gar nichts geliefert wurde, und beglich die offenen Rechnungen.
Erste Ungereimtheiten vor 1,5 Jahren
Erste Ungereimtheiten waren der Spitalsleitung schon vor eineinhalb Jahren aufgefallen, wie Verwaltungsdirektor Herbert Koutny gegenüber der APA sagte. Zu Beginn dieses Jahres habe sich dann herausgestellt, dass die angeblich gelieferten Waren gar nicht vorhanden seien. Am 25. Jänner wurde nach weiteren Überprüfungen Anzeige gegen den Mann erstattet. Wenige Tage später wurde er fristlos entlassen.
Zunächst waren nur die Scheingeschäfte über eine Firma des Mitarbeiters aufgefallen. Hier belief sich die Schadenshöhe auf rund 420.000 Euro. Der 47-Jährige hatte angegeben, dass er den Schaden wiedergutmachen wolle, weshalb zunächst auf eine Verhaftung verzichtet wurde. Dann stellte sich aber heraus, wie groß der Schaden tatsächlich war, weshalb das Landesgericht einen Haftbefehl erließ. Das viele Geld benötigte der Mitarbeiter, um seinen aufwendigen Lebensstil finanzieren zu können.
(apa/red)
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