Liebesgrüße aus Moskau und New York: Ex-Minister Grasser könnte bald übersiedeln
- NEWS: Ruf aus Moskau, New York lockt Minister
- VW-Ost-Chef oder Investmentbanker im Big Apple?

Der Mann genießt sein Dasein als "Arbeitsloser" (Copyright Karl-Heinz Grasser) derzeit wirklich. Immerhin kassiert er ja ein nettes "Taschengeld" von 15.810 Euro brutto im Monat als Ministergehaltsfortzahlung vom Staat.
Ganz abgeschrieben hat Karl-Heinz Grasser, ehemaliger Finanzminister und in letzter Sekunde verhinderter Vizekanzler, die Mühen des Arbeitslebens freilich noch nicht.
Im Dienste Ihrer Majestät
Die Visiten in der großen weiten Welt haben ihre Wirkung auf den 37-Jährigen offensichtlich nicht verfehlt. Und so sucht der ehemalige politische Ziehsohn von Jörg Haider eben einen internationalen Job.
Eine Investmentbank in London hat ihm bereits einen hoch dotierten Job angeboten. Grasser soll in der Londoner City seine internationalen Politkontakte spielen lassen, so das Kalkül der Banker. Ein Angebot, das Grasser derzeit "sehr reizt", wie er Vertrauten gegenüber erklärt. Entschieden hat er sich allerdings noch längst nicht.
Immerhin hat ihm auch ein alter Bekannter ein sehr lukratives Offert unterbreitet. Karl-Heinz Muhr, Vorstand der Credit Suisse First Boston, zeigt derzeit großes Interesse an Grasser. Der Finanzminister hat den gebürtigen Österreicher Muhr in den vergangenen Jahren immer wieder auch in seiner Wahlheimat New York besucht. Grasser hatte sich in der Vergangenheit stets von der Stadt, die niemals schläft, fasziniert gezeigt. Allerdings besuchen die Söhne seiner Frau ein Schweizer Internat. Sollte er tatsächlich das Jobangebot seines Freundes annehmen, würde er seine Frau wohl nur noch selten sehen. Freunde der Swarovski-Erbin schließen allerdings nicht aus, dass "Fiona mit ihm in die USA übersiedeln könnte".
Das reizvollste Angebot hat der Sohn einer Klagenfurter Autohändlerfamilie aber aus dem Automobilbereich erhalten. Der VW-Konzern wünscht sich den "glamourösen" Exminister als Ost-Chef.
Liebesgrüße aus Moskau
Grasser müsste dann seinen Lebensmittelpunkt in die russische Hauptstadt Moskau verlegen. Dort müsste er sich "zunächst mal bewähren, um dann einen weiteren Karrieresprung in Deutschland zu schaffen", heißt es von Konzern-Insidern. So ähnlich wie ein anderer Spitzenpolitiker, der ehemalige SPÖ-Bundeskanzler Viktor Klima, der seine Karriere bei VW via Argentinien gestartet hatte.
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