Mittwoch, 7. Februar 2007

Nächster Ärger in Abtreibungs-Debatte: Spital will jetzt Baumeister Lugner klagen

  • Soll Aussagen über Goldenes Kreuz zurücknehmen
  • 'Mörtel' behauptete, Spital biete Raum für Abtreibung

Richard Lugner hat den nächsten Ärger am Hals: Nachdem der Baumeister in der ORF-Sendung "Report" behauptet hat, "selbst das angesehene Krankenhaus zum Goldenen Kreuz vermietet an Gynäkologen Räume, wo solche Sachen gemacht werden (gemeint sind Abtreibungen, Anm.)", setzte das Spital dem Katholiken ein Ultimatum. Falls Lugner seine Anschuldigung nicht öffentlich und schriftlich zurücknimmt, wird das Krankenhaus Klage einbringen.

Lugner beruft sich bei seiner Behauptung auf einen Gynäkologen des in der Lugner City untergebrachten sexualmedizinischen Zentrums Venusmed, der im Krankenhaus zum Goldenen Kreuz angefragt haben soll, ob er Operationsräume mieten kann. "Daraufhin hat er ein Angebot bekommen, hat er mir gesagt", so der Baumeister. Lugner will nun noch einmal mit dem Arzt reden und dann über sein weiteres Vorgehen entscheiden.

Der ärztliche Leiter der Privatklinik Goldenes Kreuz, Univ. Doz. Dr. Hans Jantsch, wies die Behauptung gegenüber der APA scharf zurück. "Wir vermieten keine Räume für Abtreibungen. Wir sind eine Geburtsklinik, das lässt sich nicht vereinbaren", so der ärztliche Leiter. Auch an Venusmed habe es kein Angebot gegeben.

"Wir fordern Herrn Lugner auf, sofort schriftlich und öffentlich seine unwahre Aussage zurückzunehmen", so Jantsch. Sollte dies nicht geschehen, "werden wir umgehend Klage wegen Kredit- und Rufschädigung gegen Richard Lugner einbringen". (apa/red)

7.2.2007 14:16