Heftiger Streit endet in Bluttat: Mann in Laa an der Thaya von seiner Ehefrau erstochen
- Mutmaßliche Täterin verletzt ins Spital gebracht
- Kinder haben während der Tat in Wohnung geschlafen
Tödlich hat ein Ehestreit in Laa an der Thaya (Bezirk Mistelbach) geendet. Nach Polizeiangaben erstach eine 30-jährige Frau ihren gleichaltrigen Ehemann. Den Attacken in der Wohnung dürfte eine heftige Auseinandersetzung vorausgegangen sein. Der Mann bulgarischer Herkunft starb an den Folgen des durch die Stichverletzungen erlittenen Blutverlustes. Auch die mutmaßliche Täterin wurde verletzt.
Die Rekonstruktion der Ereignisse war vorerst nicht restlos geklärt. Ob die 30-jährige Österreicherin, ebenfalls bulgarischer Herkunft, aus Notwehr gehandelt habe, sei reine Spekulation, hieß es bei der Polizei. Die Familie galt als unauffällig, Alkohol war vermutlich nicht im Spiel.
Der Zustand der Verdächtigen ist nicht lebensbedrohlich, so Stefan Spielbichler, Sprecher der NÖ Rettungsleitstelle LEBIG. Die Frau wurde mit Stichverletzungen ins Krankenhaus Mistelbach eingeliefert. Sie erlitt laut Polizei zumindest Wunden an der Hand und wurde operativ versorgt.
Anzeige über die Vorfälle hatte eine Verwandte erstattet. Sie lebte mit dem Ehepaar in der Wohnung und half im Haushalt mit. Sie dürfte an den Geschehnissen nicht beteiligt gewesen sein, auch soll sie von den Ereignissen direkt nichts bemerkt haben. Die Frau hatte entgegen ersten Angaben keine Stichverletzungen erlitten. Die bulgarisch sprechende Frau wurde von den Beamten am Tatort als erste Person wahrgenommen.
Die Kinder im Haushalt, drei und sieben Jahre alt, dürften von den Attacken nichts mitbekommen haben. Die beiden Buben schliefen während der Tat, so die Angaben der Polizei. Sie wurden in die Obhut von Verwandten übergeben. Zur Betreuung von Angehörigen wurde ein Kriseninterventionsteam zum Tatort entsandt. (apa/red)
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