Mittwoch, 7. Februar 2007

"Das geht sicher zu weit": SP-Broukal gegen
Anerkennung von Blasmusik als Sozialdienst

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Die SPÖ plädiert bei der Rückerstattung der Studiengebühren durch gemeinnützige bzw. ehrenamtliche Arbeit nun für eine stärkere Einschränkung der in Frage kommenden Tätigkeiten. "Studierende müssen anderen Menschen helfen, Bildungsziele zu erreichen, Tutorentätigkeiten in etwa", so SP-Wissenschaftssprecher Josef Broukal im Ö1-"Morgenjournal". Wenn wie im Regierungsprogramm vorgesehen Hospizdienst befreiend sei, müsse es außerdem auch der Einsatz bei Rettung und Feuerwehr sein. Über die zuletzt geforderte Anerkennung von Blasmusik und CV-Funktionärsschaft "lach ich ein bisschen. Das geht sicher zu weit".

Zuletzt hatte Broukal noch eine "möglichst weite Liste" angeregt. Unter anderem hatten Freiwillige Feuerwehr, Rotes Kreuz, Bergrettung, Blasmusik, Katholischer Jugend, Jungschar, CV, Sportvereine und sogar via Bundesjugendvertreung die Nachwuchsorganisationen der politischen Parteien eine Einbeziehung verlangt.

Die ÖVP verlangt wie bisher eine noch weitere Einschränkung. Wissenschaftssprecherin Gertrude Brinek will die Gebühren-Refundierung nur für Tutorentätigkeit und Nachhilfe bzw. Lernhilfe anerkennen.

Laut Regierungsprogramm sollen sich Studenten durch gemeinnützige bzw. ehrenamtliche Arbeit ihre Studiengebühren "zurückverdienen" können. 60 Stunden Sozialdienst sollen dabei die 363,36 Euro pro Semester wieder hereinbringen. Derzeit arbeiten sechs Ministerien an einem Modell dafür.

(apa/red)

7.2.2007 10:06