Entlastung "beim Wesentlichen": Kdolsky für steuerliche Absetzbarkeit der Kinderbetreuung
- Neue Familienministerin regt Diskussion dazu an
- Besoffene Teenies: "Das gab es früher bei uns nicht"
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Geläutert: "Rauchen eine Krankheit, eine Sucht"
·Nichtraucher-Zonen: Kontrollen positiv
Vor allem in Tourismus- Gebieten erhöhter Bedarf
·Kdolsky dämpfte den Glimmstengel nun aus
Ministerin reagiert auf Kritik an ihrem Lebensstil
·Jetzt wird's für die Raucherzonen ernst!
Start der Kontrollen von Restaurants im Osten
Familienministerin Kdolsky will die steuerliche Absetzbarkeit von Kinderbetreuung diskutieren. Es werde ja auch über die steuerliche Entlastung beim Hilfspersonal im Reinigungsbereich geredet, "warum dann bitteschön nicht beim Wesentlichsten, was es gibt - bei den Kindern", sagte Kdolsky.
Nichts hält die Familienministerin von der Idee ihrer Vorgängern Rauch-Kallat nach einer verpflichtenden Väterkarenz. "Das halte ich nicht für gescheit. Die Familien müssen sich da absprechen, was in jedem konkreten Fall die bessere Lösung ist", so Kdolsky in den "Salzburger Nachrichten". Ebenfalls nichts kann sie dem Slogan einer früheren SPÖ-Frauenministerin nach Halbe- Halbe abgewinnen. "Das wäre für mich ein Wahnsinn, wenn ich staatlich vorschreibe, wie viel Teller der Mann abwäscht und wie viele die Frau".
Jugendschutz harmonisieren
Beim Jugendschutz fordert die Ministerin eine bundesweite Vereinheitlichung. Diese Harmonisierung müsse auf das 21. Jahrhundert adaptiert sein, was nicht bedeute, dass sie gegen Kontrolle oder Sanktionen sei. "Im Gegenteil. Es macht mich zum Beispiel ganz wahnsinnig, dass es in Diskotheken Angebote gibt, wo Mädchen eine Stunde früher eingelassen werden als die Burschen. Und die Mädchen werden um lächerliches Geld mit Alkohol abgefüllt. Die sind zwölf, 13 Jahre alt! Und dann kommen die Buben rein. Das ist ja Wahnsinn, das geht ja fast in Richtung Pornografie."
"Das gab es früher nicht"
Auch gegen das "Binge-Drinking" will Kdolsky etwas unternehmen. "Das gab es früher bei uns nicht, dass die Jugendlichen saufen, bis sie um vier Uhr Früh aus den Latschen kippen. Und da wird es nicht reichen, die Alkoholleichen aufzusammeln und aufs Kommissariat zu bringen, sondern da wird man sehr stark die Verantwortlichkeit der Eltern einfordern müssen. Außerdem ist die Gastronomie und der Lebensmittelhandel in die Pflicht zu nehmen."
(apa)
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