Streit um Bau des Koralmtunnels: Haider
bereitet Klagen gegen Regierung & ÖBB vor
- LH: Bahnprojekt statt einer Umfahrung Österreichs
- Dörfler warnt vor hohen Kosten bei Bauverschiebung

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Der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider bekräftigt, dass das Land sowohl gegen die Bundesregierung als auch gegen die ÖBB gerichtlich vorgehen werde, falls nicht im Jahre 2008 mit dem Bau des Koralmtunnels begonnen würde. Im entsprechenden Vertrag zwischen den Ländern Kärnten und Steiermark mit dem Bund seien "doppelte Sicherungen" eingebaut, zudem gebe es eine Weisung von Ex-Infrastrukturminister Hubert Gorbach an die ÖBB. Kärntens Verkehrsreferent LHStv. Gerhard Dörfler warnte vor enormen Kosten im Falle eines verzögerten Baubeginns.
"Am Vertrag beißen sich die Wiener Bürokraten die Zähne aus", gab sich Haider zuversichtlich. Man habe das Vertragswerk nämlich schon in der Ahnung abgesichert, dass eine neue Bundesregierung versuchen werde, "das Koralm-Projekt mit allen möglichen Argumenten zu kappen".
Haider warnte vor einer Umfahrung Österreichs, falls der neue Verkehrsminister Werner Faymann das Projekt nicht konsequent durchziehe. In diesem Fall würde nämlich der Bahnverkehr über Westungarn und Slowenien an die Adria führen. "Wenn die ÖBB die Verträge nicht einhalten, werden wir klagen", betonte Haider.
Dörfler wies auf die europäische Dimension des Bahnprojektes hin. Es werde möglich sein, bis zu 20 Prozent der Baukosten und bis zu 50 Prozent der Projektierungsausgaben von der EU zu lukrieren. Im Falle einer Verschiebung würden jedoch "Hunderte Millionen in die Konservierung fließen". Auf Kärntner Seite sei man laut Dörfler voll im Zeitplan, sowohl hinsichtlich des Bahnausbaus als auch der Tunnel-Erkundung.
(apa/red)
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