Montag, 29. Jänner 2007

Umsatzplus von 5,5 Prozent bis Dezember:
Situation in einigen Regionen angespannt

  • Minister Bartenstein: "Sehr gutes Zwischenergebnis"
  • Ein Förderpaket soll betroffenen Betrieben helfen

Trotz Schneemangels sind die heimischen Tourismusbetriebe mit einem Umsatzplus in die Wintersaison 2006/07 gestartet. Das Wirtschaftsforschungsinstitut Wifo geht davon aus, dass die Tourismusumsätze im November und Dezember gegenüber 2005 um 5,5 Prozent auf 2,82 Mrd. Euro angestiegen sind. Die Statistik Austria hatte vergangene Woche für die beiden Monate einen Nächtigungszuwachs um 3,9 Prozent auf 11,82 Millionen Übernachtungen vermeldet.

Wirtschaftsminister Martin Bartenstein sprach angesichts des bisherigen Schneemangels "von einem sehr guten Zwischenergebnis für den Wintertourismus". Die Situation sei auf Grund des schneearmen Jänners in einigen Regionen aber angespannt. Angesichts der Schneefälle der vergangen Tage sei in den Wintertourismusregionen jetzt auf ein gutes Ergebnis im Februar zu hoffen, erklärte er am Sonntag in einer Aussendung.

Nicht aufholbare Einbußen
Der Tourismusexperte des Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo), Egon Smeral, hatte vergangene Woche erklärt, dass das in der Gesamtsaison (November bis April) das im Dezember vorausgesagte Umsatzplus von vier Prozent trotz Wintereinbruch nicht mehr erreicht werden könne. Seiner Einschätzung nach werden die Einbußen bei den Tourismusumsätzen im Jänner nicht mehr aufzuholen sein. Bartenstein wollte am Sonntag noch keine Prognose für die gesamte Wintersaison abgeben, weil Zahlen für Jänner in der bisherigen Zwischenbilanz noch nicht enthalten seien, wie er erklärte.

Förderungen für die Betriebe
Für die Betriebe, die unter der Rekordwärme in diesem Winter leiden, soll es jetzt kurzfristig finanzielle Hilfe geben. Die Österreichische Hotel- und Tourismusbank (ÖHT) und die Förder- und Finanzierungsbank austria wirtschaftsservice (aws) haben laut Bartenstein ein Maßnahmenpaket geschnürt, dass unter anderem Stundungen von Kreditrückzahlungen bzw. Laufzeitverlängerungen und die Unterstützung bei Restrukturierungsmaßnahmen umfasst. Damit solle die Existenz der Betriebe gesichert werden, so der Minister.

Optimismus für den Februar
Die Branche selbst blickt nach dem nunmehrigen Wintereinbruch wieder optimistisch in die restliche Saison. Der nunmehrige Wintereinbruch sei für die österreichische Tourismuswirtschaft gerade noch rechtzeitig vor den Semesterferien gekommen. Die meisten Prozente der Winternächtigungen werden im Februar erzielt. Die Buchungslage sei gut, hieß es vergangene Woche nach den ersten Schneefällen. (apa/red)

29.1.2007 09:52