Freitag, 2. Februar 2007

Neubau ist billig und Second Hand teuer:
Veränderungen am Wohnungsmarkt Wien

  • Gebrauchtwohungen wurden um 4 Prozent teurer
  • Baugenehmigungen drücken auf den Neubau-Markt

So genannte Secons-Hand-Wohnungen, also gebrauchte Wohnungen, sind in Wien im letzen Jahr um 3,9 Prozent teurer geworden. Sie wurden um durchschnittlich 1.859 Euro pro Quadratmeter verkauft. Erstbezugs-Wohungen sind dagegen um rund 6,5 Prozent billiger geworden und um 2.598 Euro pro Quadratmeter erworben worden. Dies geht aus dem am Donnerstag veröffentlichten neuen Realpartners-Index hervor.

Realpartners-Eigentümer Andreas Wollein führt die sinkenden Neubaupreise auf "mehr Baugenehmigungen" zurück: "Dadurch hat sich das Angebot auf dem Markt vergrößert." Nach einem Preissprung um elf Prozent 2005 komme dieser Rückgang einer "Normalisierung" gleich, sagte Wollein am Donnerstag zur APA. Bei den Gebrauchten "gehe ich davon aus, dass die auch in den nächsten zwei, drei Jahren teurer werden".

Hot times in the city
Das laut Index teuerste Wiener Pflaster ist - wenig überraschend - die City. Im ersten Bezirk kosteten Wohnungen im vergangenen Jahr 4.000 Euro (gebraucht) bzw. 5.400 Euro pro Quadratmeter (neu). Zum zweitteuersten Bezirk für den Neubau rückte im vergangenen Jahr die Leopoldstadt auf, wo der Quadratmeterpreis auf über 3.000 Euro anzog. Auch bei Gebrauchtwohnungen legte der neue In-Bezirk zwischen Donau und Donaukanal um mehr als 10 Prozent auf etwa 1.900 Euro zu. Relativ hohe - wenngleich 2006 fallende Preise - wurden für den 7., 8. und 9. Bezirk verzeichnet.

Kaum Verteuerungen
Über die letzten elf Jahre haben sich Gebraucht- wie auch bei Erstbezugswohnungen nur moderat verteuert: Für Gebrauchte hat sich der Quadratmeterpreis seit 1995 um lediglich 7,7 Prozent erhöht, für neue Wohnungen um elf Prozent, schreibt Realpartners. Damit bleiben die Wohnungspreise hinter den allgemeinen Inflationsraten zurück. Speziell zwischen 1995 und 2000 sind die Wohnungspreise stagniert oder gar gefallen.

Teures Pflaster
Am stärksten verteuert haben sich in den vergangenen zehn Jahren die Wohnungen im 1. und 2. Bezirk. In Simmering haben sich dagegen in diesem Zeitraum Gebrauchte um zehn Prozent verbilligt. Bei Wohnungen im Erstbezug sind die Quadratmeterpreise nur in den Bezirken 16 und 19 gefallen und im 10. Bezirk gleich geblieben. (apa/red)

2.2.2007 14:17