Freitag, 2. Februar 2007

EU will sogar Schuljausen reglementieren: Cola und Schoki-Werbung bald verboten?

  • BMI bei jedem vierten Kind in der EU viel zu hoch
  • Werbung für Junkfood & Co soll eingeschränkt werden

Nach den Rauchern geht es offensichtlich nun auch den Kindern an den Kragen. Eine Studie belegt, dass "zu den bereits fünf Millionen übergewichtigen Kindern jährlich 300.000 hinzukämen". Ein Abkommen mit der Medieninstustrie soll TV-Spots, die ungesunde Kinderlebensmittel anpreisen, stark einschränken.

Das Naschen am Schulhof könnte zumindest in Form von Cola, Fanta oder Sprite bald der Vergangehheit angehören, wenn es nach EU-Gremien geht. Denn in einem vom Parlament verabschiedeten Initiativbericht werden verbindliche Vorschriften für in Schulen aufgestellte Getränkeautomaten verlangt. Sollte sich diese Forderung durchsetzen, wären die Schulen dafür verantwortlich, dass im Gegensatz zu zuckerhältigen Getränken Wasser, Saft und Diätprodukte angeboten werden.

Mit gutem Vorbild voran
Nach dem Motto "Weniger Werbung gleich weniger Naschen" sollen auch die Medien ihren Beitrag leisten, um die alarmierende Zahl fettleibiger Kinder herab zu setzen. Für Kinder bestimmte Lebensmittel "mit hohem Fett-, Salz- und Zuckergehalt" könnten somit fast gänzlich aus der Werbung verbannt werden. In der Welt der Erwachsenen wimmelt es übrigens von zu dircken Menschen, immerhin seien laut EU-Studie rund 27 Prozent aller Männer und 38 Prozent der Frauen übergewichtig. Detail am Rande: Liegt diese "Volkskrankheit" bereits im Kindesalter vor, sei laut Studie die Heilung besonders schwer. (APA/red)

2.2.2007 11:16