FORMAT: Die Bodyguards für Windows Vista:
Hauseigene Security Live OneCare gestartet
- Rundum-sorglos-Gefühl erstmals auch aus Redmond
- Platzhirsche von Symantec, McAfee & Co unter Druck
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Vista-Start: Keine Scheu vor Kosten und Mühen
·Was Sie zum Vista- Start wissen sollten
E-MEDIA: F.A.Q. zum neuen Betriebssystem!
Wenn Microsoft neue Software auf den Markt bringt, sind Kritiker nicht weit. Zielscheibe der Kritik ist schon traditionell die Sicherheit: ein Bereich, in dem der Softwareriese aufgrund vieler Jugendsünden immer noch um einen besseren Ruf kämpft und in den er in den letzten Jahren viel investiert hat.
Kein Wunder also, dass Vista nicht nur zahlreiche Verbesserungen im Sicherheitsbereich mit auf den Weg gegeben wurden, sondern obendrein mit Windows Live OneCare zeitgleich ein eigenes Produkt auf den Markt kommt.
Vista ist ein Betriebssystem, keine Security-Lösung. Vista selbst räumt mit alten Fehlern auf: So arbeiten normale Benutzer nicht mehr mit den weit ausgelegten Administratorrechten, die bisher für viele Aktionen notwendig waren, aber auch von schädlichen Programmen ausgenützt werden konnten. Der Internet Explorer warnt den User davor, auf Seiten, die nach Phishing riechen, seine Bankdaten einzugeben. Der sogenannte Windows Defender soll vor unliebsamer Spyware schützen. "Windows Vista ist ein Betriebssystem und keine Sicherheitslösung. Das muss dem Nutzer klar sein", beurteilt Olaf Lindner, Sicherheitsexperte bei Symantec, die Bemühungen Microsofts. "Der Schritt, das Betriebssystem sicherer zu machen, ist der richtige Ansatz. Es wäre aber falsch, zu glauben, dass Vista gegen Internetgefahren grundsätzlich gesichert ist."
Dazu bleiben immer noch genügend Angriffsflächen unbedeckt, die man besser mit traditionellen Security-Paketen von Herstellern wie Symantec, McAfee und Co schließt, die gerade ihre Vista-Anpassungen auf den Markt bringen - oder nunmehr eben mit Windows Live OneCare, das es in den USA seit letztem Sommer gibt und den Etablierten dank aggressivem Pricing schon Marktanteile abnehmen konnte.
Microsoft will OneCare-Kunden vor allem ein Rundum-sorglos-Gefühl geben. Das Programm fasst mehrere Sicherheitswerkzeuge unter einer Oberfläche zusammen. Im Idealfall arbeiten sie im Hintergrund, ohne den Nutzer zu behelligen. Eine einfache Ampel-Anzeige in der Taskleiste zeigt an, ob ein Sicherheitsrisiko besteht. Ist alles im grünen Bereich, hält OneCare sämtliche Abwehraktivitäten (Antivirus, Firewall etc.) für sicher. Dabei setzten die Redmonder neben einer ausgeprägten Online-Komponente auf enge Verknüpfung mit den Vista-eigenen Funktionen: Zusammen mit Microsofts Update-Dienst schaltet OneCare etwa auf Rot, wenn neue Updates zu Microsoft-Programmen nicht installiert werden.
Auch wenn das im Zusammenhang mit dem Live-Portal suggeriert wird: Dass neue Antiviren-Updates per Internet im Abo-Modell bezogen werden, ist nicht neu, sondern Standard. Und selbst wenn Microsoft die integrierte Firewall auf der Packung hochtrabend als "Managed Firewall" bezeichnet, die Online-Aktualisierung, die damit gemeint ist, macht die Konkurrenz ebenso. Der Unterschied liegt allenfalls im zentralen Live-Account des Users, über den auch andere Online-Leistungen bezogen werden können.
Den kompletten Beitrag können Sie im FORMAT Nr. 05/07 nachlesen!
