Klimabericht zeichnet düstere Prognosen:
UN-Umweltorganisation soll entgegen wirken
- Ban für schnelles Handeln - USA & China skeptisch
- PLUS: Kernpunkte des Berichts zum Durchklicken!
·UNO-Bericht: Erde wird immer wärmer!
Nun steht fest: Schuld daran sind wir Menschen
·Hitzetote, steigende Meeresspiegel, Stürme
UN-Klimabericht: Kern- punkte zum Durchklicken
·Südsee-Paradiese versinken im Meer
Teilweise noch stinkende Wasserlachen übrig
·Grönland schmilzt & Eisbären sterben aus
Kein Treibeis mehr wegen
polarem Klimawandel
·FORMAT-Reportage: Angst vor der Hitze
Wie uns der Klimawandel teuer zu stehen kommt
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NEWS: Ab 2070 könnten jährlich 90.000 sterben
·Österreich zählt zu den Klima-Sündern
Vom Kyoto-Ziel noch meilenweit entfernt
·Auch Pflanzen leiden unter warmem Winter
Experten befürchten Folgen für Flora & Fauna
·Skifahren in Alpen bald Vergangenheit?
Strategien für Skigebiete gegen den Schneemangel

Nach Vorlage des UN-Klimaberichts haben sich mehr als 40 Staaten zusammengetan, um gemeinsam für die Gründung einer schlagkräftigen Umweltorganisation der Vereinten Nationen zu kämpfen. Den Kern bilden die EU-Staaten. Diese "Pioniergruppe", der sich auch Österreich anschließt, werde sich in Marokko treffen, um die Idee voranzutreiben, heißt es in einem "Pariser Aufruf". UN-Generalsekretär Ban Ki Moon forderte unterdessen einen entschlosseneren Kampf gegen den Klimawandel.
Die UN-Umweltorganisation soll "die ökologischen Schäden bewerten, die umweltfreundlichsten Technologien und Verhaltensweisen fördern" und aktive Umweltpolitik durchsetzen. Sie soll "nach dem Vorbild der Weltgesundheitsorganisation WHO" ein eigenes Budget haben und mit seinen Analyse- und Entscheidungsbefugnissen weit mehr Kompetenzen erhalten als das 1972 geschaffene UN-Umweltprogramm. Die USA und China sehen das Projekt bisher skeptisch.
Die Umweltkonferenz rief zum Beschluss einer "universellen Erklärung der Umweltrechte und -pflichten" auf. "Diese gemeinsame Charta wird den jetzigen und künftigen Generationen ein neues Menschenrecht garantieren: das Recht auf eine gesunde und geschützte Umwelt." Das "auf zügelloser Verschwendung der Naturressourcen gründende Modell" des Wirtschaftens müsse einem Modell nachhaltigen und ökologischen Wachstums weichen.
Chirac warb für globales Umweltmanagement
Der französische Präsident Jacques Chirac hatte Politiker, Wissenschaftler und Umweltaktivisten aus 50 Staaten nach Paris geladen, um für sein Projekt eines globalen Umweltmanagements unter dem Dach der UN zu werben. Die Konferenz rief alle Staaten auf, sich dem Projekt anzuschließen: "Es geht um die Zukunft der Menschheit." 46 Regierungen stellten sich auf der zweitägigen Konferenz hinter die Initiative des französischen Staatspräsidenten. Auch Österreich ist nach Angaben des Umweltministeriums unter den "Pionieren".
UN-Generalsekretär Ban verlangte als Reaktion auf den Bericht der Vereinten Nationen zur Erderwärmung eine weltweite Antwort. Angesichts der bedrohlichen Geschwindigkeit, die der vom Menschen verursachte Klimawandel angenommen habe, müsste "schneller" und "mit größerer Entschiedenheit" gehandelt werden.
Der UN-Klimabericht prognostiziert einen Temperaturanstieg um bis zu 6,4 Grad und die Erhöhung des Meeresspiegels um mehr als einen halben Meter bis zum Ende des Jahrhunderts. Das Dokument stellt die Verantwortung des Menschen für die globale Erwärmung so deutlich heraus wie nie zuvor.
(apa/red)
