Freitag, 2. Februar 2007

Wirtschaft stellt SPÖ bescheidenes Zeugnis aus: Nur 5% geben Kanzler ein "Sehr gut"

  • Noch schlechter schneidet nur Matznetter ab
  • 93 Prozent erwarten Senkung der Lohnnebenkosten

Die Wirtschaft stellt der SPÖ und Bundeskanzler Gusenbauer rund drei Wochen nach Regierungsantritt kein gutes Zeugnis aus. Das zeigt eine vom ÖVP-Wirtschaftsbund in Auftrag gegebene "market"-Umfrage unter Unternehmern. Nur 5 Prozent der Wirtschaftstreibenden haben demnach von Kanzler Gusenbauer einen "sehr guten" Eindruck. Schlechter schneidet nur Ex-SP-Budgetsprecher Matznetter ab (4 Prozent).

64 Prozent der befragten Unternehmern gaben außerdem an, die ÖVP habe nach der Regierungsbildung die bessere Figur gemacht. Dem gegenüber finden nur sechs Prozent, die SPÖ habe das bessere Bild abgegeben. Zu der Frage, wer sich in den Augen der Wirtschaft bei den Regierungsverhandlungen gut für die Interessen der Unternehmen eingesetzt hat, gestehen 17 Prozent ÖVP und SPÖ gleiches Bemühen zu, aber nur vier Prozent meinen, dass sich die SPÖ für die Wirtschaft einsetzte. Gleich 71 Prozent gestehen dies hingegen der ÖVP zu.

Nach ihren Erwartungen an die Regierung gefragt, wird von den Wirtschaftern am häufigsten die Senkung der Lohnnebenkosten genannt. Gleich 93 Prozent würden diese für sinnvoll erachten. Auch einer "Lohnnebenkosten-Befreiung für Ein-Personen-Unternehmen, wenn sie den ersten Mitarbeiter aufnehmen" steht man höchst positiv gegenüber: 84 Prozent sind dafür. Im Ranking folgen die "Einführung einer freiwilligen Arbeitslosenversicherung für Selbstständige" (81 Prozent) und die "Einführung der wechselseitigen Kündigungsmöglichkeit in der Lehrlingsausbildung".

(apa/red)

2.2.2007 16:23