Donnerstag, 1. Februar 2007

Auch Mädchen spielen jetzt mit Playmobil: Spielzeug-Konzern schafft Rekordumsatz!

  • Starker Anteil am traditionellen Spielwaren-Markt
  • Firmenchefin Schauer auch für 2007 optimistisch

Immer mehr Mädchen spielen mit Playmobil. Früher galt der Konzern als reine Buben-Marke, heute beträgt der Mädchen-Anteil bereits 35 Prozent, berichtete Geschäftsführerin Andrea Schauer auf der Pressekonferenz des bayerischen Spielwarenherstellers in Zirndorf bei Nürnberg. Nicht zuletzt dank dieser Entwicklung wuchs der Umsatz der Marke Playmobil im vergangenen Jahr erneut um 5 Prozent auf den Rekordstand von 379 Mio. Euro.

Der Anteil am Markt der traditionellen Spielwaren in Deutschland sei von 8,4 Prozent auf "phänomenale" 9,3 Prozent gestiegen, sagte Schauer. Dieser Anstieg sei umso höher zu bewerten, als er mit einer einzigen Produktlinie erzielt wurde. Auch für 2007 zeigte sich die Geschäftsführerin optimistisch. Man erwarte mit Neuheiten wie Feenwelt, Zirkus und Piratenschiff erneut ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Bereich. Verbesserungsfähig sei dagegen noch die Profitabilität des Unternehmens.

Schauer hob hervor, dass Playmobil mit der Produktion - im Gegensatz zu zahlreichen Konkurrenten - auch künftig nicht nach China gehen werde. "Wir setzen auf Fertigung in Deutschland und Europa", unterstrich sie. Playmobil-Alleininhaber Horst Brandstätter sagte, der Standort Deutschland habe trotz höherer Kosten Vorteile. "Wir sehen die Qualität bereits im Fertigungsprozess, nicht erst beim Empfang der Ware." Die Zahl der Beschäftigten stieg im Jahresdurchschnitt auf 2.721 (Vorjahr: 2.591), davon 1.505 (1.439) in Deutschland. Playmobil produziert in Nordbayern, auf Malta und in Tschechien.

Der Auslandsanteil am Umsatz betrug 60 (Vorjahr: 59) Prozent. Besonders gut lief das Geschäft mit den Playmobil-Spielwelten in Frankreich. Auch auf dem schwierigen US-Markt sei man gewachsen, sagte Schauer. "Der anhaltende Erfolg ermutigt uns, jetzt auch in Richtung neuer Märkte in Osteuropa und Asien zu schauen."

Für das laufende Jahr kündigte der kaufmännische Geschäftsführer Franz Höhe Investitionen von 50 Mio. Euro für Spritzformen, Maschinen und Gebäude an. Auch das zweite Standbein des Unternehmens, die Fertigung von Pflanzbehältern unter der Marke "Lechuza", entwickle sich mit einem Umsatzplus von 73 Prozent auf 12 Mio. Euro sehr gut, sagte er. Der Umsatz in der Brandstätter-Gruppe stieg um 7 Prozent auf 402 Mio. Euro. (apa/red)

1.2.2007 10:37