Trotz Verschiebung des Super G: Weiterhin beste Stimmung bei ÖSV-Damen-Truppe
- Trotz Warterei kein Lagerkoller bei Hosp & Co.
- Coach Mandl rechnet mit weiteren Wetterkapriolen

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Im ÖSV-Damenlager in Aare ist man sich am Sonntag einig gewesen: die Absage des Super-G ist erforderlich gewesen und tut der guten Stimmung keinen Abbruch. Nicole Hosp und Kolleginnen waren stattdessen entweder beim freien Skifahren oder verbrachten die Zeit in den Apartments. Damen-Cheftrainer Herbert Mandl ist trotz angesagter Kaltfront sicher, dass das an Wetterkapriolen noch nicht alles war: "Gutes Wetter ist hier eine Seltenheit."
Die WM hat - laut Programm zumindest - gerade angefangen, vom Lagerkoller ist man aber trotz Warterei noch weit entfernt. "Alles noch keine Tragödie. Das gestern mit den Herren hat uns ja nicht betroffen. Für uns ist es der erste Tag mit einer Rennverschiebung, das ist noch ziemlich harmlos", wehrte Mandl ab. Erinnerungen wurden dennoch wach, an Morioka 1993 zum Beispiel, wo er als Coach der Norweger mit dabei war: "Das hier erinnert mich schon irgendwie daran, da haben wir auch viel Schnee geschaufelt." Überrascht habe ihn aber der Regen. "Das war noch nie der Fall, wenn wir um diese Jahreszeit hier waren."
Das Warten und Hoffen auf die Kaltfront heißt noch lange nicht, dass dann alles reibungslos funktioniert: "Der Wind ist ein gewisses Risiko. Würde mich wundern, wenn wir hier windstille Tage hätten." Es besteht die Gefahr, dass die Speed-Rennen zur Lotterie werden. An eine Zufallssiegerin glaubt Mandl trotzdem nicht. "Eine der Favoritinnen wird sich durchsetzen." Zu rechnen wird auch damit sein, dass auf verkürzter Piste gefahren wird: "Das wäre natürlich bitter, denn die Abfahrt ist eh schon so kurz. Aber auch hier glaube ich, dass das für den Ausgang nicht entscheidend sein wird."
Von ursprünglich vier Trainingstagen für die Abfahrt stehen nun noch zwei zur Verfügung. "Vier Trainings wäre von uns ohnehin keine gefahren", so Mandl, der bei windbedingten Verschiebungen an 14:00 Uhr als "allerspäteste" Startstart für die Speedbewerbe denkt, denn dann setzt schon bald die Dämmerung ein. Der Piste jedenfalls habe der Regen außer im unteren Teil nicht viel anhaben können: "Sie ist erstaunlich hart, es besteht keine Gefahr, dass sie bricht."
Er jedenfalls habe sich längst damit abgefunden, dass die WM in Aare stattfindet: "Wir nehmen es, wie es kommt, und ich bin sicher, dass wir hier alle Rennen runterbringen werden. Natürlich ist vor der WM-Vergabe nach Aare viel diskutiert worden, aber Einfluss haben wir darauf sowieso keinen."
(APA/red)
