'Risiko war ganz und gar nicht zu hoch': Kasper verteidigt Vergabe der WM an Aare
- FIS-Chef glaubt weiterhin an Ski-Fest in Schweden
- WM zu späterem Zeitpunkt wäre 'Aus für Mitteleuropa'
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FIS-Präsident Gian-Franco Kasper sieht den durch Schnee, Wind und zu warme Temperaturen verpatzten Start der 39. Alpinen Ski-WM locker. Die FIS-Entscheidung aus dem Juni 2002, die WM 2007 an Aare zu vergeben, bereut der Schweizer keine Sekunde. "Das Risiko war aus statistischer Sicht ganz und gar nicht hoch", wies Kasper Behauptungen zurück, wonach ein derartiges Szenario Anfang Februar in Aare zu erwarten gewesen sei.
"Das einzige Risiko, das wir eingegangen sind, betrifft das Licht. Dadurch, dass es sehr früh dunkel wird, haben wir für Verschiebungen wenig Spielraum nach hinten", so Kasper. In Aare geht spätestens um 16:00 Uhr die Sonne unter. Dass sich Aare als Winterlandschaft pur präsentiert, findet Kasper sogar schön und gut: "Wie lange haben wir darauf gewartet, Schnee zu sehen? Im November oder Dezember hätten wir Gott gedankt, wenn es so geschneit hätte."
Der 63-Jährige kann sich auch durchaus damit anfreunden, dass am Dienstag Herren und Damen den Super G bestreiten könnten. "Wenn es dann Schlag auf Schlag geht, ist das doch auch sehr schön." Der Optimismus von Kasper, dass Aare doch noch zum großen Skifest wird, ist bei ihm auf jeden Fall ungebrochen.
Die Idee der Verlegung des allgemeinen WM-Termins auf Ende Februar oder Anfang März, also quasi ein Termintausch mit den Nordischen, findet der FIS-Boss prinzipiell gut, Kasper gibt jedoch auch zu Bedenken: "Das wäre das Aus für Weltmeisterschaften in Mitteleuropa. Anfang März könnte weder Schladming noch St. Moritz garantieren, eine Abfahrt durchzubringen. Dann hätten wir nur noch Weltmeisterschaften in Skandinavien."
(apa/red)
