Dienstag, 20. Februar 2007

17. Derby-Sieg in Folge: VSV schlägt KAC
18 Sekunden vor dem Schlusspfiff mit 3:2!

  • Jesenice schlagt Salzburg, Haie von Caps besiegt
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Der Villacher SV hat seine Dominanz über den Kärntner Lokalrivalen KAC prolongiert. In der 47. Runde der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) feierte der Meister in Klagenfurt einen 3:2-Erfolg und damit den 17. Derby-Sieg in Serie. Rekordmeister KAC ist seit dem 30. Dezember 2004 ohne Sieg gegen den VSV. Villach verkürzte damit den Rückstand auf Tabellenführer Red Bull Salzburg auf drei Punkte, weil sich die Salzburger in Jesenice mit 3:6 geschlagen geben mussten. Die Slowenen (39 Punkte) wahrten damit ihren Platz in den Playoff-Plätzen vor den Vienna Capitals (38.), die das direkte Duell gegen einen weiteren Halbfinal-Kandidaten, HC TWK Innsbruck (35), mit 6:4 gewannen. Liwest Black Wings Linz (42) besiegte Schlusslicht Graz 99ers mit 5:3.

Der Rekordmeister aus Klagenfurt begann stark und war in den ersten acht Spielminuten die bessere Mannschaft. In Führung ging jedoch der Meister aus Villach durch Bousquet. Danach folgte ein offener Schlagabtausch aus dem das cleverere Team in der 23. Minute mit dem 2:0 hervorging.

Der KAC steckte nicht auf und hielt die Partie weiter offen. In der 32. Minute wurden die Klagenfurter mit dem Anschlusstreffer zum 1:2 durch Ban belohnt. Der Ausgleich durch Ibounig fiel in der 55. Minute. Letztendlich setzte sich - wie auch schon in den vergangenen 16 Partien der VSV durch: 18 Sekunden vor ertönen der Schlusssirene schwindelte Kromp den Puck unter den Schonern des sonst tadellosen KAC-Keepers Verner durch.

Linz auf Playoff-Kurs
Linz liegt weiter voll auf Playoff-Kurs. Die Linzer feierten beim Tabellenletzten Graz 99ers in der Liebenauer Eishalle einen verdienten 5:3-Auswärtserfolg und verteidigten damit den dritten Zwischenrang souverän. Für die Mannschaft von Trainer Chris Valentine war es der siebente Sieg im siebenten Duell mit den Grazern in der laufenden Saison.

Die Linzer legten in den ersten beiden Dritteln den Grundstein zum Sieg. Virtanen (7.), Hohenberger (28.) und ein Powerplay-Doppelpack von Groleau (32.,35.) brachten dem Tabellendritten einen respektablen 4:1-Vorsprung. Im letzten Spielabschnitt kamen die Grazer durch Tore von Herzog (44.) und Judex (46.) zwar kurzzeitig bis auf ein Tor heran, die Gäste bewahrten aber die Ruhe und kamen durch einen Treffer von Ignatjevs noch zum 5:3 (52.).

Die Linzer konnten sich vor allem auf ein gutes Powerplayspiel verlassen, vier der fünf Treffer erzielten Groleau und Co. in Überzahl. Auf die viertplatzierten Slowenen aus Jesenice beträgt der Vorsprung weiterhin drei Punkte. Die Grazer, die sich gegenüber der 1:9-Niederlage beim KAC am Wochenende etwas verbessert präsentierten, liegen mit 16 Punkten nach wie vor abgeschlagen am Tabellenende.

Bitterer Rückschlag für die Innsbrucker Haie
Vor den Augen der Ski-Stars Bode Miller (USA) und Johan Brolenius (SWE) mussten die Innsbrucker Haie im Kampf um den Playoff-Einzug einen bitteren Rückschlag einstecken. Die Tiroler verloren gegen die Vienna Capitals, einem direkten Konkurrenten um den rettenden vierten Tabellenplatz, mit 4:6 und haben nun vier Zähler Rückstand auf das viertplatzierte Jesenice.

Durch ein "Eigentor" in Koproduktion von Elik und Klimbacher gingen die Gäste aus Wien in Führung (19.), doch noch vor der Pause erzielte Unterluggauer mit einem herrlichen Schuss ins Kreuzeck den Ausgleich. Eine der vielen Powerplay-Möglichkeiten im zweiten Drittel nützten die Tiroler durch Dagenais zur Führung (31.). Doch die Gäste schafften noch vor der zweiten Pause durch Tore von Schuller (39.) und Setzinger nach einem Traumsolo in Unterzahl (40.) die Wende.

Als die Gäste im letzten Drittel durch Craig das 4:2 schossen (44./PP), war der Widerstand der Tiroler gebrochen. Eine Minute später erhöhte Setzinger gar auf 5:2. Den Tirolern blieb nur noch Resultatskosmetik durch Dagenais (49.) und Lindner (57.). Den Schlusspunkt zum 6:4 für die Gäste setzte Craig sechs Sekunden vor der Schlusssirene mit einem "empty-net"-Treffer.

Jesenice entzauberte Leader Salzburg
Der HK Jesenice hat Tabellenführer Red Bull Salzburg eine empfindliche Auswärts-Niederlage zugefügt. Der slowenische Meister besiegte den Spitzenreiter mit 6:2 und bestätigte einmal mehr seine Heimstärke. Mit dem neunten Heimsieg in Serie verteidigte Jesenice den seinen Playoff-Platz mit Erfolg und liegt weiter einen Punkt vor den Vienna Capitals auf Rang vier.

Die Vorentscheidung in der Partie fiel in der 32. Minute. Zunächst traf Kranjc im 5:3-Powerplay zum 3:1, wenige Sekunden später musste Andre Lakos mit einer Zeitstrafe und einer Spieldauerdisziplinarstrafe vorzeitig in die Kabine. Jesenice nützte das Überzahlspiel zu zwei Treffern und zog durch die Brüder David (34.) und Marcel Rodman (36.) auf 5:1 davon.

Salzburg,das ohne den angeschlagenen Kapitän Kalt, Divis und Artursson nach Slowenien gereist war, konnte sich davon nicht mehr erholen und ging nach vier Auswärtssiegen in Serie erstmals wieder als Verlierer vom fremden Eis.

(apa/red)

20.2.2007 22:04