Freitag, 2. Februar 2007

Vorbereitung auf EM-Qualifikation: U21-
Team probte gegen Italien eine neue Taktik

  • Wichtige Erkenntnisse trotz 0:2-Pleite für Zsak
  • Kavlak und Junuzovic "weit weg von ihrer Form"

Der vierte Auftritt des österreichischen Fußball-U21-Nationalteams beim laufenden Vier-Nationenturnier hat mit der dritten Niederlage geendet. Dennoch brachte das 0:2 in Italien für Teamchef Manfred Zsak wichtige Erkenntnisse im Hinblick auf die Europameisterschafts-Qualifikation im Herbst.

Der Ex-Teamspieler ließ seine Schützlinge in der ersten Hälfte mit einer 4-1-4-1-Taktik einlaufen, die im Rennen um eine EM-Teilnahme in Auswärtsspielen gegen höher einzuschätzende Gegner angewendet werden soll. "Ich kann mir schon vorstellen, dass wir in der EM-Quali auswärts so agieren werden. Daheim aber spielen wir durchwegs offensiv", sagte Zsak.

Seine Schützlinge hätten bei der Umstellung keine gröberen Probleme gehabt. "Es hat gut funktioniert, weil wir taktisch diszipliniert gespielt haben. Wir hätten durch Idrizaj sogar 1:0 in Führung gehen müssen, leider haben wir dann aber kurz vor der Pause durch Unachtsamkeiten zwei Tore kassiert."

Auf Grund des Rückstandes setzte der frühere Austria-Kicker nach dem Seitenwechsel wieder auf ein risikoreicheres 4-4-2-System, für eine Wende reichte es aber nicht mehr. "Man hat dann gemerkt, dass uns die Kraft gefehlt hat, denn unsere Spieler stecken im Gegensatz zu den Italienern noch in der Vorbereitung", meinte Zsak.

Augenscheinlich wurden konditionelle Defizite auch bei Veli Kavlak und Zlatko Junuzovic, die statt zum A-Teamcamp nach Italien geschickt worden waren. "Es ist kein Verbrechen, dass sie für das U21-Team gespielt haben. So ein internationales Spiel ist eine wichtige Erfahrung. Unsere Qualität hat sich durch die beiden verbessert, obwohl sie weit weg von ihrer Form waren, weil sie körperlich noch nicht so weit sind", so Zsak.

(apa/red)

2.2.2007 11:18