"Mehr Rechte und Chancen": Prodi lässt
Südtiroler Autonomiestatut überarbeiten
- Schon Ende Februar soll es erste Ergebnisse geben
- Sonderautonomie seit 30 Jahren unverändert
Der italienische Regierungschef Romano Prodi hat sich bei einem Besuch in Bozen über die Notwendigkeit einer Überarbeitung des Südtiroler Autonomiestatuts ausgesprochen. Prodi, der in Bozen an einem Runden Tisch zur Autonomie mit dem Südtiroler Landeshauptmann Luis Durnwalder und dem Präsident der Provinz Trient, Lorenzo Dellai, teilnahm, betonte dass das Autonomiestatut bereits 30 Jahre alt sei. Er zeigte sich überzeugt, dass das Autonomiestatut noch in dieser Legislaturperiode überarbeitet werde. Schon bis Ende Februar sollen die Arbeiten im Verfassungsausschuss abgeschlossen werden.
Italien habe sich geändert, Europa sei gewachsen. Auch das Statut sollte angepasst werden. Es gehe darum, "allen mehr Rechte und Chancen zu eröffnen". "Die Regierung ist ein Freund der Autonomie. Sie will eine Reform sichern, die die Sonderautonomie von Südtirol und Trient stärkt", betonte Prodi. Die Vertreter der Volksgruppen sollten in gegenseitigem Respekt und im Bewusstsein an die Kompetenzen der jeweiligen Institutionen vorgehen. (apa/red)
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