Hohn für die ehrliche Finderin: Weil Russin gefundene Tasche mit 300.000 zurückgab
- Hund entdeckte beim Spaziergang die Tasche
- Kleiner Sohn verärgert, weil es keinen Computer gibt
In Russland hat eine Dorfbewohnerin das Gespött der Nachbarn auf sich gezogen, weil sie eine gefundene Tasche mit 300.000 Euro dem Eigentümer zurückgegeben hat. "Von allen Seiten muss ich mir anhören, ich hätte nicht alle Tassen im Schrank", berichtete die Verkäuferin Swetlana Batschurina aus dem Gebiet Jaroslawl bei Moskau der Tageszeitung "Komsomolskaja Prawda".
Ihr Hund hatte beim Spaziergang an einem Autorastplatz die Tasche mit dem Geld entdeckt, woraufhin die Frau über eine Visitenkarte den Eigentümer ermittelte und ihm das Geld zurück gab.
Ein befreundeter Dorfpolizist habe ihr nach langem Zögern geraten, das Geld zurückzugeben. "Mit so viel Geld sind bei uns doch nur Banditen unterwegs. Mit denen sollte man sich besser nicht anlegen", sagte der Beamte. In Russland würden Menschen auch für viel geringere Geldsummen ermordet. Auch der Ehemann der Finderin, ein Hilfsarbeiter, habe sie zuerst für ihre Ehrlichkeit ausgeschimpft, aber schließlich doch Verständnis gezeigt. Nur der kleinste der drei Söhne sei weiterhin verärgert, da er nun weiter auf seinen langersehnten Computer warten müsse, berichtete die Zeitung.
(apa/red)
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