Werbegag ging in die Hose: Mysteriöse
Pakete lösten in Boston Terroralarm aus!
- Kabelsender deponierte Werbeartikel für Kampagne
- Installationen zeigen Männchen mit "Stinkefinger"

·Razzia in GB: Terror- Anschlag verhindert!
Britischer Muslim hätte enthauptet werden sollen
Im Zentrum von Boston deponierte Pakete mit einer elektronischen Leuchtanzeige haben Panik ausgelöst. Die vermeintlichen Schaltbretter mit heraushängenden Drähten wurden von verängstigten Bürgen als potenzielle Sprengsätze angesehen. Wie sich jedoch herausstellte, handelte es sich um Werbeartikel für die Zeichentrickserie eines Kabelsenders. Die Polizei nahm zwei Beteiligte fest.
Bei der ersten Ortung der mysteriösen Pakete gab es in Boston Großalarm. Straßen, Brücken und Teile des Flusses Charles wurden gesperrt, polizeiliche Sondereinheiten zur Bombenentschärfung rückten an. Bürgermeister Thomas Menino erklärte, der Einsatz habe die Stadt vermutlich mehr als 500.000 Dollar gekostet. Er zeigte sich sichtlich verärgert über die seiner Meinung nach geschmacklose Kampagne und kündigte strenge Strafen für die Verantwortlichen an.
Bei den beiden Festgenommenen handelte es sich um einen Künstler und einen Installateur. Sie sollten wegen Störung der öffentlichen Ruhe und Ordnung dem Haftrichter vorgeführt werden.
Die verdächtigen Installationen mit blinkenden Punkten zeigten ein Männchen, das in obszöner Geste den Finger hebt. Die Produktionsfirma Turner Broadcasting erklärte, dies sei Teil der Werbung für die Kultserie "Aqua Teen Hunger Force" über die Abenteuer eines sprechenden Milchshakes, einer Tüte Pommes Frittes und eines Fleischleibchen. Die Artikel seien in zehn Städten verteilt worden, unter anderem auch in New York, Chicago, Los Angeles und San Francisco.
(apa/red)
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