USA verstärken Truppen in Afghanistan: Jetzt ist "schnelle Eingreiftruppe" geplant
- Für "außergewöhnliche Vorkommnisse" abgestellt
- Soldaten sollen per Fallschirm zum Einsatz abspringen
Die USA wollen die NATO-geführte Schutztruppe in Afghanistan (ISAF) mit der Entsendung einer schnellen Eingreiftruppe verstärken. Ein etwa 700 Soldaten umfassender Teil der 82. US-Luftlandedivision solle in Kandahar im unruhigen Süden des Landes stationiert werden und im Falle "außergewöhnlicher Vorkommnisse" landesweit schnell eingreifen, sagte NATO-Sprecher Thomas Collins in Kabul.
Geplant sei beispielsweise, die Soldaten per Fallschirm über Einsatzgebieten abspringen zu lassen. Mit der Entsendung der Truppe, die kommende Woche abgeschlossen sein soll, stehe der ISAF-Kommando erstmals eine Streitmacht zur Verfügung, die "sehr schnell auf unterschiedliche Anforderungen im ganzen Land reagieren kann".
Mit der Entsendung der Luftlandedivision wird die Zahl der US-Soldaten innerhalb der ISAF von derzeit 11.500 auf 15.000 steigen. Insgesamt umfasst die ISAF momentan 33.000 Soldaten. In der vergangenen Woche hatten die USA eine deutliche Verstärkung ihrer Streitmacht und ihrer Wirtschaftshilfen für Afghanistan angekündigt, um dem wachsenden Widerstand der radikalislamischen Taliban-Miliz entgegenzuwirken. Der derzeitige Befehlshaber der ISAF, der britische General David Richards, hat die Entsendung einer solchen schnellen Eingreiftruppe seit Monaten gefordert.
(apa/red)
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