"Basis will Annäherung an FPÖ": Ex-Minister
Schlögl sieht Rot-Blau als Alternative für SPÖ
- "SPÖ hat in den letzten sieben Jahren dazugelernt"
- Purkersdorfer Bürgermeister verteidigt Gusenbauer
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Mitreden: Was halten Sie von Gusenbauer & Co?
Der frühere Innenminister Karl Schlögl sieht einen Einstellungswandel der SPÖ zur FPÖ. "Dieser Einstellungswandel erfasst alle Kräfte, auch einen Caspar Einem, der inzwischen auch sagt, dass die Abgrenzung zu weit gegangen ist. Die SPÖ hat in den letzten sieben Jahren dazugelernt und ist nun offener gegenüber anderen politischen Kräften. Das ist sicher auch das Ergebnis der Kontakte der letzten Wochen und Monate in Sachen Regierungsbildung", sagte Schlögl.
Nach Ansicht des jetzigen Purkersdorfer Bürgermeisters hat die SPÖ im Jahr 2000 schwere Fehler gemacht. "Schwarz-Blau wäre nicht entstanden, wenn die SPÖ damals in Richtung FPÖ offener gewesen wäre. Sie ist deshalb gut beraten, diese Offenheit jetzt zu leben. In Zukunft wird eine schwarz-grüne Regierung mindestens genauso möglich sein wie eine rot-blaue. Zumindest für mich stellt sich das so dar", sagte Schlögl, der immer für eine Öffnung der SPÖ gegenüber der FPÖ eingetreten ist, im "Standard" .
Schlögl verteidigt auch Parteichef Gusenbauer, dem auch parteiintern vorgeworfen worden war, zu milde auf die Strache-Fotos reagiert zu haben. "Die Basis war immer für eine Öffnung Richtung FPÖ, die mittlere Funktionärsschicht und die Spitze waren skeptisch. Ich höre in dieser Frage eher Verständnis für Gusenbauer." (apa/red)
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