Duell Cap contra Glawischnig: "Warum machen Sie sich zu Anwalt des FPÖ-Chefs?"
- SP-Cap: Grüne haben nicht reine Reinheit erfunden
·Umfrage: Strache- Fotos Jugendtorheiten
Nur 21% der Österreicher
für Rücktritt als FP-Chef
·"Stürmer"-Vergleich für Schüssel "jenseits"
Strache-Vergangenheit beschäftigt Nationalrat
·"Der Stürmer": Schon in NS-Zeit "Grenzfall"
Historiker Jagschitz:
"Ganz übles Hetzblatt"
·Strache-Affäre: Kritik
in SPÖ an Gusenbauer
Prammer und Einem vermissen klare Haltung
·Foto-Affäre: Strache hat "reines Gewissen"
"Ich bin kein Neonazi
und werde nie einer sein"
·Für Finz ist Foto mit Küssel 'eine Frechheit'
"Habe mit Herrn Küssel noch nie zu tun gehabt"
·Sagen Sie uns Ihre Meinung zur Regierung
Mitreden: Was halten Sie von Gusenbauer & Co?

Die milde Beurteilung von Bundeskanzler Alfred Gusenbauer (S) zu den umstrittenen Fotos von Heinz-Christian Strache (F) war Thema eines Streitgesprächs zwischen der Dritten Nationalratspräsidentin Eva Glawischnig und SPÖ-Klubchef Josef Cap. Glawischnig warf dabei Cap vor, sich zum Anwalt von Strache zu machen, "ich weiß nicht warum". Cap wies dies zurück und hielt seinerseits den Grünen vor, "so zu tun, als ob Sie die reine Reinheit erfunden hätten".
Glawischnig zeigte sich enttäuscht über Gusenbauer. Dass der Bundeskanzler von Jugendtorheiten Straches gesprochen habe, dafür könne niemand Verständnis aufbringen, am wenigsten die Jugend. Viele Menschen hätten nach der Ära von Wolfgang Schüssel, der in vielen sehr heiklen Fragen geschwiegen habe, gehofft, dass Gusenbauer bei der ersten Gelegenheit eine klare Haltung an den Tag legen würde. Wenn die Aussage, die Gusenbauer milde getroffen habe, von Schüssel gekommen wäre, "hätten Sie (Cap) das in Grund und Boden gegeißelt".
Cap hielt dem entgegen, dass Glawischnig dem SPÖ-Chef "ein bißl ungerecht" gegenüber auftrete. Immerhin habe Gusenbauer kurz nach seinem Antritt als SPÖ-Chef den Auftrag zur Aufarbeitung brauner Flecken in der Sozialdemokratie gegeben. Auch er, Cap, habe verlangt, dass Strache sich von Rassismus und Antisemitismus distanziere. "Kein Verständnis" habe er jedenfalls für den Vergleich der heimischen Medien mit dem NS-Hetzblatt "Der Stürmer", wie das vom FPÖ-Chef gemacht wurde.
Wichtig sei, die Frage zu beantworten, ob jemand nach 20 oder 25 Jahren, wenn er einen glaubwürdigen Trennstrich ziehe, eine Chance bekommen solle. "Gibt es die Resozialisierungschance oder nicht", so Cap. Glawischnig hielt dem entgegen, dass dass Strache zuletzt noch 2005 am Heldenplatz in Anwesenheit eines verurteilten Neonazi, der behauptet habe, dass kein einziger Mensch in Gaskammern umgekommen sei, eine Trauerrede gehalten habe. "Das ist ein absolut verdammenswürdiges Verhältnis, da erwarte ich mir von einem Bundeskanzler eine Haltung und keinen jämmerlichen Zick-Zack-Kurs". (apa/red)
Syrien-Krise18:14
Obama ein Feigling?Wegschauen oder eingreifen? US-Präsident schweigt zum Massaker von Houla
Wahl in Ägypten13:31
Heftige ProtesteDemonstranten am Tahir-Platz. Feuerangriff auf Wahlkampfzentrale von Shafik.
Platter trifft David Alaba15:21
Platter blamiert sichLandeshauptmann mit Aha-Erlebnis bei David Alaba: "Sie können ruhig Deutsch mit mir reden"
