Kosten künstlich gedrückt? Platter gerät in Causa Eurofighter-Kauf massiv unter Druck
- Wollte Anschaffungskosten als Betriebskosten buchen
- Platter-Büro: Keine unterzeichnete Vereinbarung
·Jets: Darabos traf sich mit Fraktionen
VP macht "Abstimmung" mit Jet-Ausschuss schwer
·Darabos: Über 13 Jets 'kann man reden'
SPÖ-Minister hofft auf Reduktion der Stückzahl
·Klage gegen den Verteidigungsminister
Darabos zum Kauf von 18
Eurofightern verpflichtet?
·18 Eurofighter sind Minimum für Schutz
Streitkräftekommandant: Kein Problem mit Darabos
·Darabos: Gespartes Jet-Geld ins Budget!
Verteidigungsbudget soll um 0,2 Prozent steigen
·Norbert Darabos
tritt Minister-Amt an
Bekennt sich dabei
zur Landesverteidigung
·Darabos: "Zivi"als Verteidigungsminister
Wahlkampf-Stratege der SPÖ im großen Porträt
·Gleichklang im Euro- fighter-U-Ausschuss
Grasser von Ex-Beamten Hillingrathner entlastet
Ein Akt aus dem Eurofighter-U-Ausschuss belastet Ex- Verteidigungsminister Platter. Es heißt, Platter habe den Auftrag gegeben, einen Teil der Anschaffungskosten für die Jets als Betriebskosten zu verbuchen. Damit sollte der Kaufpreis auf dem Papier künstlich niedriger gehalten werden als er tatsächlich ist. Das Innenministerium wies den in der "Zeit im Bild" gebrachten Vorwurf zurück.
Es habe keine vom nunmehrigen Innenminister Platter unterzeichnete Vereinbarung gegeben, wonach die Beschaffung unter zwei Milliarden Euro kosten sollte, verlautete aus dem Ministerium. Der Vorsitzende des Eurofighter-Untersuchungsausschusses, Pilz, erklärte, es bestehe der "Verdacht, dass ein Teil der echten Kosten aus diesen Preisen rausgeschoben und in den schwer einsehbaren Betriebsaufwand hinübergeschoben worden ist und bis heute verschwunden ist". Jetzt werde es darauf ankommen, wieviel der Eurofighter wirklich koste, so Pilz.
Platter verweist auf Gebot der Sparsamkeit
Ex-Verteidigungsminister Günther Platter betont, dass es in Sachen Eurofighter keinen Auftrag gegeben habe, die Kosten der Anschaffung in die Betriebskosten zu übertragen. Das politische Interesse sei immer gewesen, die Beschaffung so sparsam wie möglich durchzuführen, erklärte die Sprecherin des nunmehrigen Innenministers, Michaela Huber, gegenüber der APA.
Es gehe um drei Kostenarten. Die erste seien die Beschaffungskosten an sich, die 1,959 Milliarden Euro betragen. Dazu kämen die Betriebskosten von 50 Millionen Euro pro Jahr und das dritte sei der Folgeaufwand, der einmalig mit 460 Millionen Euro bewertet sei. Diese 460 Millionen seien vom Rechnungshof beziffert worden. "Alle Kosten sind längst bekannt, vom Rechnungshof geprüft und dem Parlament zur Verfügung gestellt worden", so Huber.
(apa)
Syrien-Krise18:14
Obama ein Feigling?Wegschauen oder eingreifen? US-Präsident schweigt zum Massaker von Houla
Wahl in Ägypten13:31
Heftige ProtesteDemonstranten am Tahir-Platz. Feuerangriff auf Wahlkampfzentrale von Shafik.
Platter trifft David Alaba15:21
Platter blamiert sichLandeshauptmann mit Aha-Erlebnis bei David Alaba: "Sie können ruhig Deutsch mit mir reden"
