Freitag, 2. Februar 2007

"Extremform von Vergewaltigung": Sieben Jahre Haft für 32-jährigen Oberösterreicher

  • Freundin wurde von Täter brutalst misshandelt
  • Wiener Neustadt: Urteil noch nicht rechtskräftig

Wegen Vergewaltigung ist ein 32-jähriger Oberösterreicher am Landesgericht Wiener Neustadt zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Der alkoholabhängige Beschuldigte, der acht Vorstrafen (davon zwei Freiheitsstrafen) wegen Gewaltdelikten aufwies, erbat Bedenkzeit, der Staatsanwalt gab keine Erklärung ab. Somit ist der Spruch des Schöffensenates nicht rechtskräftig.

Staatsanwalt Johann Fuchs hatte zu Verhandlungsbeginn angesichts des brutalen Vorgehens von einer "Extremform von Vergewaltigung" gesprochen. Laut Anklage hatte der - zu den Tatsachen geständige - 32-Jährige seiner Freundin im Zuge eines Streites unter vorangegangenem tagelangem Alkoholkonsum eine Schlinge um den Hals gelegt, sie am Strick durch das ganze Haus - vom Dachboden bis zum Garten - gezerrt und immer wieder - bis zur Bewusstlosigkeit des Opfers - zugezogen, ehe er ihr befahl, sich auszuziehen, und sie vergewaltigte.

Er wusste nicht, was er tat, meinte der Angeklagte dazu heute. Laut Gutachten hatte er zum Tatzeitpunkt 1,9 Promille. Kennen gelernt hatte sich das Paar in einer Therapieeinrichtung.

Nachdem er von der weinenden Frau abgelassen hatte, gingen beide in ein Gasthaus. Von dort allerdings flüchtete die 46-Jährige zur Polizei und erstattete Anzeige. Mittlerweile hat sie ihm verziehen, wie aus mehreren Liebesbriefen, die sie ihm in die Haft schickte, hervorging.

(apa)

2.2.2007 18:21