Nichtraucher-Zonen in Kraft: Kontrollen
laut Gesundheitsministerium bisher positiv
- Vor allem in Tourismus-Gebieten erhöhter Bedarf
·Kdolsky für Hilfe beim Nikotinentzug
Geläutert: "Rauchen eine Krankheit, eine Sucht"
·Kdolsky dämpfte den Glimmstengel nun aus
Ministerin reagiert auf Kritik an ihrem Lebensstil
·Jetzt wird's für die Raucherzonen ernst!
Start der Kontrollen von Restaurants im Osten
Von einem durchaus "positiven und sehr erfolgreichen" Trend berichtet das Gesundheitsministerium bei der Evaluierung der Nichtraucherzonen in Speiselokalen. Ein besonders großer Bedarf und eine entsprechende Umrüstung war demnach in der Wiener Innenstadt feststellbar. Durch die Nachfrage von Touristen seien dort teilweise größere Zonen eingerichtet worden, als in der Vereinbarung gefordert.
Seit 1. Februar kontrollieren Mitarbeiter des Gesundheitsministeriums in Wien Speiselokale ab einer Größe von 75 Quadratmetern. Laut einer freiwilligen Selbstverpflichtung müssen 90 Prozent dieser Betriebe 40 Prozent ihrer Sitzplätze in Nichtraucherbereichen zur Verfügung stellen. Überprüft werden von den Kontrolleuren auch die Maßnahmen - bauliche Trennung, Belüftung usw. -, mit denen Nichtraucherschutz gewährleistet wird. Strafen werden keine verhängt.
Aufgesucht wurden am ersten Tag vor allem Betriebe, die bei der Wirtschaftskammer Österreich die Einrichtung von qualmfreien Zonen bereits bekannt gegeben haben. Deren Meldungen hätten zu einem überwiegenden Teil gestimmt. Nur in einzelnen Lokalen gebe es "etwas Nachholbedarf", so das Ministerium.
Auch den Bedarf an Nichtraucherzonen konnten die "Fahnder" feststellen: Vor allem in den Tourismuszonen der Innenstadt fragen Urlauber vermehrt nach qualmfreien Zonen. In manchen Lokalen fanden sich teilweise schon 50 Prozent der Plätze in Nichtraucherzonen. Bisher wurden 110 Lokale unter die Lupe genommen.
Auch die Ausschilderungspflicht in 40 öffentlichen Gebäude von Schulen bis hin zu Einkaufszentren wurde am Donnerstag schwerpunktmäßig überprüft. Dabei wurden bisher keine Probleme festgestellt. Passanten würden jedoch klagen, dass auf die Einhaltung des Rauchverbots noch zu wenig geachtet werde.
(apa)
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