Donnerstag, 1. Februar 2007

Kommt neue Ferienordnung? Auch Lehrer hängen nicht an schulautonomen Tagen

  • Riegler: 'Nicht von uns gewünscht & erfunden worden'
  • Mitvoten: Sollen unsere Schüler weniger frei haben?

Auch die Lehrer hängen nicht an den schulautonomen Tagen. Der Chef der GÖD-Pflichtschullehrer, Walter Riegler, sprach sich gegenüber der APA dafür aus, diese abzuschaffen und die freien Tage bundesweit einheitlich vom Unterrichtsministerium festlegen zu lassen. Die schulautonomen Tage seien nicht von uns erfunden worden, so Riegler. "Meinetwegen kann man das morgen ändern."

Das Thema schulautonome Tage sei "nicht neu am Markt", merkte Riegler an. "Was mir an der Diskussion aber langsam auf die Nerven geht, ist, dass man immer so tut, als ob wir der große Hemmschuh für eine Änderung wären." Aus Sicht der Eltern halte er die bisherige freie Vergabe der Tage durch die Schule ebenfalls für problematisch.

Für den von den Eltern ebenfalls geforderten Unterricht an den Dienstagen nach Ostern und Pfingsten sowie am Feiertag des Landespatrons muss es nach Ansicht Rieglers aber eine Kompensation für die Lehrer geben. Mittlerweile habe man ein Dienstrecht, das den Lehrern eine Arbeitszeit von rund 1.800 Stunden im Jahr vorschreibt, dabei seien diese bisher freien Tage abgezogen.

Sollten sie unterrichtet werden müssen, gebe es drei Möglichkeiten: Entweder man zahle sie als Überstunden aus, oder man gebe dafür andere Tage frei, etwa durch die Schaffung von Herbstferien. Dritte Möglichkeit wäre für Riegler, als Ausgleich etwas von der Gesamt-Lehrverpflichtung abzuziehen. "Sicher nicht" werde man aber diese Tage einfach zusätzlich zu Unterrichtstagen erklären können: "Das wäre eine Arbeitszeitverlängerung."

(apa/red)

1.2.2007 11:53