Weiter Geschäfte mit Iran: US-Regierung übt deutliche Kritik an Haltung Österreichs
- Atomstreit: Schärfere Wirtschaftssanktionen gefordert
- Regierungsgarantien für Kredite für Teheran
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Die US-Regierung ist mit der österreichischen Haltung gegenüber dem Iran unzufrieden. Das schrieb die "New York Times" in einem Bericht über die Kritik Washingtons an der Weigerung der Europäer, schärfere Wirtschaftssanktionen gegenüber Teheran zu verhängen, um dessen Atompläne zu stoppen.
Als Länder, die wegen ihren Geschäften mit dem Iran der US- Administration besonders ein Dorn im Auge sind, nennt die "New York Times": Italien, Deutschland, Frankreich, Spanien, Österreich, die Niederlande, Schweden und Großbritannien. Diese hätten ausgedehnte Geschäftsbeziehungen mit Teheran, besonders im Energiebereich.
US-Regierungsbeamte prangern vor allem an, dass europäische Unternehmen, die mit dem Iran Geschäfte machen, Kredite von europäischen Banken und dann noch Regierungsgarantien für diese Darlehen erhielten. Unter Berufung auf Dokumente der "International Union of Credit and Investment Insurers" schreibt das Blatt, die größten derartigen Kreditgeber in Europa seien im Jahr 2005 Italien (mit 6,2 Milliarden Dollar/4,79 Mio. Euro), Deutschland (5,4 Mrd. Dollar/4,17 Mrd. Euro), Frankreich (1,4 Mrd. Dollar/1,081 Mrd. Euro) sowie Spanien und Österreich (mit je 1 Mrd. Dollar/772 Mio. Euro) gewesen.
Österreich ist ein wichtiger Handelspartner des Iran. Das schreibt "Die Presse". Nach Auskunft des Sprechers der Österreichischen Kontrollbank, Peter Gumpinger, wurden 2006 Exportkredite in der Höhe von 760 Millionen Euro vergeben.
Die Exporte in den Iran sind im vergangenen Jahr zwar um 5,6 Prozent gesunken, im gleichen Zeitraum sind die Exporte in die Vereinigten Arabischen Emirate aber um 46 Prozent gestiegen. Da viele österreichische Firmen Dubai als Sprungbrett in den Iran nutzen, "verstecken" sich hinter diesen Zahlen wohl auch Exporte in den Iran.
(apa/red)
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