Wilde Schießerei im Burgenland: Mann
schießt bei Verfolgungsjagd auf 27-Jährigen
- Schützte richtet sich selbst: Nach Kopfschuss tot
- Opfer kämpft auf Intensivstation um sein Leben

Ein Streit zwischen zwei Männern hat in Deutschkreut im Burgenland tödlich geendet: Zwischen einem 37-jährigen und einem 27-jährigen Mittelburgenländer war es zunächst zu einer verbalen Auseinandersetzung gekommen, die in einer Verfolgungsjagd gipfelte. Der Jüngere wurde angeschossen und schwer verletzt, als er sein Auto anhielt. Der Schütze richtete sich unmittelbar danach vor den Augen der Polizei selbst.
Die beiden Männer, die einander schon seit längerem kannten, waren zuerst in einem Lokal in Stoob-Süd. Danach fuhren sie mit ihren Autos in Richtung Lackendorf. Vor einem Gasthaus dürfte ein Gespräch zwischen beiden eskaliert sein, so der stellvertretende Sicherheitsdirektor des Burgenlandes, Mag. Thomas Schindler.
Der 27-Jährige setzte daraufhin seine Fahrt in Richtung Deutschkreutz fort. Auf dem Weg alarmierte der Mann, der sich offenbar bedroht fühlte, die Polizei. Beim Ortseingang von Deutschkreutz spielten sich dann dramatische Szenen ab. Der 27-Jährige hielt sein Auto an, weil er ein entgegenkommendes Polizeifahrzeug bemerkt hatte. Daraufhin krachte sein Verfolger, der mit einem Posttransporter unterwegs war, in das Heck des Wagens.
Noch bevor die Beamten eingreifen konnten, sprang der 37-Jährige aus seinem Fahrzeug und schoss drei Mal mit einer Pistole vom Kaliber Neun Millimeter durch die linke vordere Seitenscheibe auf den Geflüchteten. Der 27-Jährige wurde zwei Mal in den Bauch sowie in die rechte Hand getroffen und erlitt schwere Verletzungen. Er wurde im Krankenhaus Oberpullendorf notoperiert.
Als die mittlerweile herangekommenen Polizisten den 37-Jährigen aufforderten, die Waffe fallen zu lassen, richtete sich der Mann mit einem Schuss in die Schläfe selbst. Er wurde ins Krankenhaus Oberpullendorf gebracht und erlag dort seinen Verletzungen. (apa/red)
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