Wieviel kosten die Eurofighter wirklich? Angaben zwischen 3,6 bis 5 Milliarden Euro
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Der Streit um die Gesamtkosten der Eurofighter am Rande des U-Ausschusses hat am Montag zur großen Verwirrung geführt. Insgesamt kursierten drei verschiedene Angaben, die die Journalisten vor Rätsel stellten - der Grüne Vorsitzende Peter Pilz sprach von fünf Mrd. mit bzw. 4,3 Mrd. Euro ohne Steuer, die ÖVP rechnete 3,6 Mrd. Euro vor und im Rechnungshofbericht ist von rund vier Mrd. Euro die Rede.
Pilz zitierte aus einem Papier aus dem Frühjahr 2003, in dem die Gesamtkosten inklusive Abgaben fünf Mrd. Euro betragen, 2,7 Mrd. Euro davon für die Anschaffung, 250 Mio. Euro Systemkosten sowie 2,1 Mrd. Euro Betriebskosten auf 30 Jahre. Ohne Steuer werden in dem Dokument Gesamtausgaben von 4,3 Mrd. Euro berechnet.
Die ÖVP wiederum kommt auf 3,6 Mrd. Euro. In Bezugnahme auf den Vergabeakt rechnet die Volkspartei für die "nackten Flieger" 1,3 Mrd. Euro an Kosten vor, hinzu kommen 638 Mio. Euro für Softwaretraining und Logistik sowie 233 Mio. Euro für Schulungen, Infrastruktur und Baumaßnahmen. Die Betriebskosten liegen bei 1,4 Mrd. Euro bei 1.800 Flugstunden pro Jahr. Das Papier von Pilz geht noch von 3600 Flugstunden aus.
Laut RH-Bericht - dieser rechnet allerdings keine Betriebskosten - setzen sich die Gesamtkosten aus 1,3 Mrd. Euro für die Flieger (Vertrag 1), 629 Mio. Euro für Logistik und Ausbildung (Vertrag 2) sowie 463 Mio. Euro an Zusatzinvestitionen wie 110 Mio. Euro für Primär-Radar (Goldhaube), 74 Mio. Euro für Flugfunksystem und 42 Mio. Euro für IT-Infrastruktur. Rechnet man Betriebskosten von 1,4 Mrd. Euro dazu, ergeben sich Gesamtkosten von rund vier Mrd. Euro.
Gerüchte, wonach Ausgaben durch zusätzliche Verträge versteckt wurden, wies ÖVP-Fraktionsvorsitzende Maria Fekter zurück. Alle Kosten müssten budgetär aufscheinen, man könne nichts vertuschen, erklärte sich am Rande der Sitzung. (apa)
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