Foto mit Küssel für Finz eine Frechheit:
"Schlagende Verbindungen sind ein Gräuel"
- Finz: "Noch nie mit Küssel wissentlich zu tun gehabt"
- Foto mit Neonazi kann "nur zufällig" entstanden sein
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"Ich habe mit Herrn Küssel wissentlich noch nie im Leben zu tun gehabt", das von FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache präsentierte Foto von ihm mit dem Neonazi "kann nur zufällig" entstanden sein, betonte der ehemalige Staatssekretär Alfred Finz (V) auf Anfrage der APA. "Ich bin mit Küssel in meinem ganzen Leben noch nie zusammengetroffen. Schlagende Verbindungen waren uns immer ein Gräuel, ich war seit meinem 15. Lebensjahr Mitglied einer katholischen Studentenverbindung und da hat es immer eine tiefe Antipathie gegeben. Das Ganze ist eine Frechheit", so Finz.
Der frühere Staatssekretär im Finanzministerium gab sich betroffen über die durch das Foto hergestellte Verbindung mit Küssel. "Meine Großmutter ist in Gugging niedergespritzt worden, offiziell wegen Lungenentzündung, ihre beiden Brüder waren im KZ, weil sie Bibelforscher waren." Schon im Kindesalter sei er mit KZ-Bildern konfrontiert gewesen. Er habe zu der Neonazi- und rechtsextremen Szene "von Haus aus keine Nähe dorthin, nicht einmal als Jugendsünde. Mir waren die Leute dort von Haus aus immer zuwider, auch auf Grund meiner Jugenderlebnisse", unterstrich Finz.
Strache soll Probleme selber klären
Wenn Strache ein Problem habe, solle er dieses selber klären, "aber nicht andere in infamer Weise in irgendwas hineinziehen". Wenn das Foto im Schweizerhaus entstanden sei, "dann kann das nur zufällig" zu Stande gekommen sein.
(apa/red)
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