Internet-User gegen ein Killerspiele-Verbot:
Verantwortung der Game-Auswahl bei Eltern
- 70 Prozent bei Umfrage gegen behördliches Verbot

·Umfrage: Was halten Sie von Killergames?
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·Videospiele im Visier der EU-Justizminister
Kampfansage verschärft, aber kein Verbot geplant
·Am Anfang war das gewaltbereite Kind...
Studie: "Killer-Games" machen nicht aggressiv
Eine große Mehrheit der deutschen Internetuser ist gegen ein Verbot von gewaltvollen Videospielen. 70 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass ein Verbot der Killerspiele Jugendliche nicht weniger gewalttätig machen würde, wie eine Umfrage des Webhosters Strato AG unter 27.000 Internetusern ergeben hat. Im Gegensatz dazu sehen laut einer Studie des Allensbacher Instituts für Demoskopieforschung (IfD) 65 Prozent der Gesamtbevölkerung einen Zusammenhang zwischen Gewaltdarstellungen im Fernsehen und in Videospielen.
Laut der Allensbacher Studie, bei der im vergangenen Dezember 2.077 Personen ab 16 befragt wurden, sind 60 Prozent der Befragten überzeugt, dass ein Verbot viele Jugendliche von Killerspielen fernhalten würde. 37 Prozent halten ein Verbot für nicht sinnvoll. Gegen ein Verbot sind vor allem junge Leute aus Westdeutschland. Während in dieser Gruppe 47 Prozent ein Verbot ablehnen, befürworten dieses 52 Prozent der Jüngeren in Ostdeutschland.
Definition für Verbot zu ungenau
Unter den Internetnutzer meinen fast 89 Prozent, dass es in erster Linie die Aufgabe der Eltern sei dafür zu sorgen, dass Jugendliche nur Zugang zu altergemäßen Spielen erhielten. Nur 20 Prozent sehen hier die Behörden in der Pflicht, so die Umfrageergebnisse von Strato. An die Umsetzung eines Verbots will Olaf Wolters, Geschäftsführer des Bundesverbands für Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU), nicht glauben. "Es gibt keine allgemein gültige Definition des Begriffs 'Killerspiele'. Die Frage bei einem Verbot ist, ob alle Ballerspiele darunter fallen, wie etwa Moorhuhn, oder Spiele in denen Menschen abgeschossen werden", sagte Wolters. (pte/red)
