FP-Duell Stadler gegen Strache
- Kamerad Strache
Blauer Machtkampf: Die Lager von Strache & Stadler scheinen unversöhnlich trotz offiziellem Friedensschluss. Neue Enthüllungen bringen FP-Chef Heinz-Christian Strache weiter in Bedrängnis. Ein Rechtsextremist und damaliger Teilnehmer am ,Paintball-Spiel schreibt über die FPÖ und seine Kontakte zu Strache.
So ein FPÖ-Chef hat es wirklich nicht leicht: Die erstaunte Öffentlichkeit erdreistet sich doch tatsächlich Fragen über seine Art der Bubenspiele zu stellen. Dabei sind Paintball-Spiele in illustrer Runde für den schlagenden Burschenschafter doch schlicht harmlos, Schlagstöcke hin oder her. Ein mögliches Foto von ihm mit zum Hitlergruß ausgestrecktem Arm kann er nicht ausschließen, sich bloß nicht vorstellen. Sollte ein solches tatsächlich in Bälde das Licht der Öffentlichkeit erblicken, will er dieses nur als Provokation verstanden wissen.
Die Fotos seiner Spiele mit Kameraden hatte Strache pikanterweise selbst (siehe den Bericht eines Szene-Insiders im neuen NEWS) dem ORF übergeben freilich erst nachdem FPÖ-Mandatar Ewald Stadler ebendiese an FPÖ-Ehrenobmann Hilmar Kabas übergeben hatte. Jetzt ist die FPÖ-Spitze auf Verrätersuche.
Vordergründig haben sich Strache und Stadler zwar publikumswirksam und höchst überraschend versöhnt. Immerhin hatte Strache noch kurz vor dem Friedensschluss einen Parteiausschluss Stadlers nicht ausschließen wollen. Hinter den Kulissen wird denn auch weiter jede Menge Munition gesucht und gesammelt.
Die geheimen Dossiers. So liegt NEWS etwa ein Dossier von Strache-Vertrauten über Stadler vor. Darin werden Stadlers katholische Aktivitäten innerhalb der freiheitlichen Akademie akribisch aufgelistet. Erstaunlich: In diesen Papieren finden sich auch E-Mails des umstrittenen engen Stadler-Mitarbeiters Gerhard Staudinger wieder. Des weiteren wird immer wieder auf Stadlers obskure Kontakte zur traditionalistischen St. Pius X. Priesterbruderschaft verwiesen. Außerdem, echauffieren sich diese Blauen, ist Stadler Vorstand der St. Pius X. Privatstiftung. Besonders pikiert zeigen sich diese ultranationalen Freiheitlichen über Stadlers neu entdeckten Antifaschismus. FP-Scharfmacher Stadler scheint diese Angriffe überraschend gelassen zu nehmen. Wohl nicht ohne Grund.
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