Mittwoch, 24. Jänner 2007

Schicksals-Tage für Maier: Der Herminator beginnt über sein Karriereende nachzudenken

  • Sein Vertragspoker mit Atomic: Zum ersten Mal überlegt der Superstar einen Markenwechsel.

Maier in der Krise: Vor der WM in Åre schaffte der Salzburger keinen einzigen Weltcupsieg. Das ist ihm noch nie passiert.

Wieder nix, wieder nur ein 16. Platz in der Abfahrt von Val d’Isère. Trotzdem wirkt Hermann Maier im Zielraum der „Piste Oreiller-Killy“ alles andere als niedergeschlagen. Im Gegenteil: Mit einem leichten Schmunzeln quittiert der 34-jährige Superstar des Skizirkus den Sensationssieg von Pierre-Emanuel Dalcin. Immerhin ist der Franzose ein Atomic-Markenkollege, und die Salzburger Skifirma feiert im 42. Saisonrennen bereits den 24. Weltcuperfolg mit 13 verschiedenen Gewinnern bei Damen und Herren. Nur der „Herminator“ war bis jetzt nicht darunter. Nach der wetterbedingten Absage der Hahnenkamm-Abfahrt und des Super-G von Kitzbühel muss Maier zumindest bis zum ersten WM-Rennen in Åre am 3. Februar auf seinen ersten Sieg in diesem Winter warten.

Nachdenkpause nach Saisonende. Zwei Tage vor der Abfahrt in Val d’Isère empfängt Hermann Maier NEWS zum Exklusiv-Interview, schwankt eine Stunde lang ständig zwischen Angriffslust und Nachdenklichkeit, analysiert punktgenau seine aktuellen Probleme und überrascht schließlich mit der Aussage: „Ohne meinen Motorradunfall hätte ich längst aufgehört“ (siehe Interview im neuen NEWS).

Klingt beim ersten Hinhören irgendwie nach Abschied. Aber der „Herminator“ schwächt sofort ab: „Bis jetzt habe ich mir diese Frage noch nicht gestellt. Aber im nächsten Winter steht kein Großereignis auf dem Programm. Deshalb werde ich nach Saisonende wieder in mich gehen, mir Gedanken machen, wie es weitergeht.“

Am falschen Schuh erwischt. Vor allem die von Maier immer wieder ins Treffen geführten Set-up-Probleme, die Feinabstimmung zwischen Ski und Schuh, drücken aufs Gemüt. Dabei war er noch während des Sommertrainingslagers im neuseeländischen Winter voller Zuversicht, endlich den richtigen Atomic-Schuh für die Speed-Disziplinen gefunden zu haben. Den Praxistest im Weltcup haben die hohen Erwartungen bis heute allerdings nicht bestanden. Deshalb wechselt der erfolgreichste Skifahrer Österreichs von Rennen zu Rennen immer wieder das Modell.

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24.1.2007 18:54