Entscheidung gefallen: DDSG Cargo an serbisch-zypriotisches Konsortium verkauft
- Österreichische Firmengruppe aus dem Rennen
Die "Wiener Donau-Fracht-Gesellschaft" ist an ein serbisch-zypriotisches Konsortium verkauft worden. Käufer der schwer verschuldeten "DDSG Cargo" ist die "East Point Holdings Limited", eine in Eigentum einer serbischen Investorengruppe stehende und in Zypern domizilierte Unternehmensgruppe. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt, in Medienberichten war zuletzt von 20 Mio. Euro die Rede gewesen.
DDSG Cargo steht bei den Banken mit 80 Millionen Euro in der Kreide. Der neue Eigner wolle den Unternehmenstandort Wien beibehalten und mit eigenen Produkten die Auslastung der DDSG-Cargo- Schiffe erhöhen, hieß es in einer Aussendung.
Die DDSG-Flotte besteht aus 160 Schiffen (so genannten Schwimmenden Einheiten) mit einer Gesamttragfähigkeit von 230.000 Tonnen und ist auf 3.500 km Wasserstraße von der Nordsee bis zum Schwarzen Meer - auf Main, Rhein und Donau - im Einsatz. Beim Transport von Gütern auf der österreichischen Donau ist die DDSG mit einem Marktanteil von knapp 20 Prozent Marktführer.
"East Point Holdings Limited" ist primär in Verarbeitung von und Handel mit Kupferprodukten sowie im Handel mit Agrarprodukten in Zentral- und Osteuropa tätig. Im abgelaufenen Wirtschaftsjahr hat sie einen Umsatz von rund 388 Mio. Euro erwirtschaftet. (apa)

