Betriebsrat tobt: Jobabbau bei BA-CA könnte weiter gehen als bisher bekannt
- Womöglich müssem mehr als 700 Mitarbeiter gehen
- Betriebsrat will Ausmaß zumindest lindern
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Die Bank Austria-Creditanstalt (BA-CA) könnte mehr ihrer derzeit 9.900 Mitarbeiter abbauen als bisher bekannt. Die Bank selbst hatte offiziell bekräftigt, dass der Personalstand bis 2008 auf 9.500 sinken soll. In Zeitungen war von einem Abbau von bis zu 700 Mitarbeitern die Rede. Nun hieß es aus Unternehmenskreisen zur APA, dass mehr als 700 Mitarbeiter abgebaut werden könnten.
BA-CA-Sprecher Peter Thier erklärte, er könne die Zahl nicht konkretisieren. Auch der Betriebsrat der Bank wollte zu den kolportierten Größen keine Stellungnahme abgeben, übt aber bereits heftige Kritk. "Es gibt dazu keinen Vorstandsbeschluss, erklärte Betriebsratschef Wolfgang Heinzel auf APA-Anfrage. Die Pläne, die bisher vorliegen würden, seien jedoch "nicht akzeptabel". Der Gewerkschafter will mit dem Vorstand noch weiter Gespräche führen. "Ich bin kein Rabauke. Ich setze jetzt auf Verhandlungen. Wenn es notwendig ist, werden wir aber Möglichkeiten ergreifen, um den Abbau zu verhindern oder zumindest zu lindern", drohte der Betriebsrat.
In manchen Unternehmensbereichen könne auch die Personalvertretung die geplanten Maßnahmen "durchaus nachvollziehen". Auch für Bestrebungen des Managements, das Personal zu verjüngen habe man Verständnis, zumal "Modelle" vorgelegt worden seien, "die sich zeigen lassen können", und betriebsbedingte Kündigen nicht im Raum stünden. In einigen Bereichen könne er sich jedoch nicht vorstellen, wie der geplante Personalabbau verkraftbar sein soll. Vor allem im Filialnetz ist aus Sicht des Betriebsrates "die Grenze der Belastbarkeit der Mitarbeiter erreicht". "Wir fürchten, dass ein weiterer Abbau die Servicequalität verschlechtert", erklärte Heinzel.
(apa/red)

