Mittwoch, 24. Jänner 2007

Süßigkeiten werden teurer! Rohstoff- und Energiekosten treiben Preise in die Höhe

  • Preiserhöhungen bei Unternehmen in Vorbereitung
  • Blass: "Zucker wird zunehmend zum knappen Gut"

Liebhaber von Süßigkeiten müssen sich auf steigende Preise bei Schokolade und Co einstellen. Die deutlich höheren Rohstoff- und Energiepreise treiben die Preise nach oben, Preiserhöhungen sind bei mehreren Unternehmen in Vorbereitung, sagte der Geschäftsführer des Fachverbands der Nahrungs- und Genussmittelindustrie in der Wirtschaftskammer Österreich, Michael Blass.

Neben gestiegener Rohstoff- und Energiekosten habe es auch eine Lohnrunde gegeben, was zu höheren Preisen führen werde, sagte Blass. Um wie viel die Preise bei welchen Produkten steigen, könne man aber noch nicht sagen. Zucker etwa werde durch die EU-Zuckermarktreform zunehmend zum knappen Gut, da auch immer mehr Anbauflächen für Alhokoltreibstoffe verwendet werden, so Blass. Neben den strukturellen Veränderungen gebe es auch klimatische, was mitunter zu schlechte Ernten führe.

Grund: Höhere Rohstoffpreise
Preissteigerungen bei Süßwaren gibt es auch in Deutschland. Grund seien die deutlich höheren Rohstoffpreise, erklärte der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) am Rande der 37. Internationalen Süßwarenmesse in Köln mit. Denkbar seien Erhöhungen um rund fünf Prozent, sagte der stellvertretende Verbandsvorsitzende Tobias Bachmüller. Die Preissteigerungen müsse es wohl "in weiten Bereichen" der Süßwaren-Branche geben, sagte Bachmüller.

Glukose um mehr als 30 % teurer
Durch schlechte Ernten sei das auf Getreidebasis hergestellte Süßungsmittel Glukose um mehr als 30 Prozent teurer geworden. Auch die Anbieter von Zucker planten angesichts gestiegener Energie- und Transportkosten Preiserhöhungen. Der Preis für Kakao ist dem deutschen Verband zufolge wegen der weiter instabilen politischen Situation im bedeutendsten Kakao-Anbauland Elfenbeinküste schwankungsanfällig.

(apa/red)

24.1.2007 10:44