Heuer ist der erste Red-Bull-Erfolg fällig: Coulthard glaubt an den großen Durchbruch
- Team & Pilot unter Druck: Klare Steigerung erwartet
- Schotte: Gute Zukunftschancen für Ex-Kollegen Klien
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Wertungen bei Fahrern und Konstrukteuren 2006

Der schottische Formel-1-Routinier David Coulthard hat mit Red-Bull-Racing-Renault in der in Australien beginnenden WM-Saison 2007 viel vor. Der 35-Jährige glaubt im Cockpit des von Adrian Newey konzipierten RB3 sogar an den ersten Sieg für das Team von Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz. "Nach meinem dritten Platz im Vorjahr in Monaco muss es unser Ziel sein, erstmals ein Rennen zu gewinnen", meinte Coulthard vor der Präsentation des neuen Boliden am Freitag in Barcelona.
"Ich erwarte mir eine klare Steigerung und ein verlässliches Auto. Wenn man das richtige Vertrauen ins Material hat, kann das rund zwei Zehntel pro Runde bringen", so der nach dem Rücktritt von Michael Schumacher nun älteste Pilot im Starterfeld. "Wir wollen konstant in die Top-Sechs fahren, nicht nur einige glückliche Punkte sammeln. Und wir wollen regelmäßig aufs Podest", stellte Coulthard klar. Gleich beim Auftakt in Melbourne will er es ähnlich wie vor zwei Jahren (Platz vier) machen.
Coulthard, der Ende 2004 von McLaren zu Red Bull wechselte und dessen Kontrakt mit Saisonende ausläuft, schreckt auch nicht davor zurück, sich und das RBR-Team unter gewissen Erfolgsdruck zu setzen. "Wir müssen mehr erreichen. Sonst muss darüber nachgedacht werden, Leute auszutauschen."
In der Saison 2006 hatte RBR mit Coulthard und dem nun für Honda testfahrenden Österreicher Christian Klien mit insgesamt 16 Punkten nur den enttäuschenden Platz sieben in der Konstrukteurswertung belegt. "Die Saison muss besser als die vergangene werden. Und sie wird auch besser werden", stellte Coulthard klar.
Neues Wunder-Auto und ein starker Teamkollege
Der Faktor Newey - der RB3 ist das erste "echte" Red-Bull-Auto des Stardesigners aus Großbritannien - sowie die neuen Renault-Motoren (zuvor Ferrari) stärken den Optimismus von Coulthard zusätzlich: "Ich habe 13 Grand-Prix-Siege gefeiert. Allesamt in Autos von Adrian Newey." Statt Klien hat Coulthard nun den von Williams geholten Australier Mark Webber (30) als Stallrivalen. "Mark ist schnell und hat Erfahrung. Er ist ein guter Mann", so der WM-Zweite 2001 und vierfache WM-Dritte über Webber.
Zum Abgang seines Ex-Teamgefährten Klien meinte der Brite: "Es tut mir Leid für Christian." Ob der Wechsel zu Honda die richtige Entscheidung war, könne nur Klien selbst beurteilen. "Nur er kannte alle Optionen. Aber er will in der Formel 1 bleiben. Und wenn man Testfahrer ist, dann bleibt man definitiv in Erinnerung und in der Nähe."
Coulthard sieht gute Chancen, dass der Vorarlberger auch wieder zu Renneinsätzen kommen wird. "In der Formel 1 gibt es jedes Jahr eine Vielzahl an Veränderung. Wenn er bei Honda einen guten Job macht, hat er gute Chancen."
(apa/red)
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