Keine Abfahrt, kein Super G: Die Kitzbühel- Bühne gehört ganz allein den Slalom-Stars
- 2007 vom Ausklang zum Haupt-Act in der Gamsstadt
- Kein Ganslernhang: Neue Strecke als Wermutstropfen
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Keine Abfahrt, kein Super G - Kitzbühel, die berühmteste und prestigeträchtigste Bühne des Ski-Weltcups gehört 2007 ganz alleine den Slalom-Stars. Während der Slalom im Kitz in den vergangenen Jahren am Sonntag oft eher den Stellenwert eines Ausklangs hatte und bei vielen Fans schon die Luft draußen war, wird diesmal beim Doppelpack am Samstag und Sonntag die Hölle los sein. "Das Publikum wird sich diesmal voll und ganz auf den Slalom freuen. Wir erwarten eine sensationelle Stimmung", meinte ÖSV-Slalom-Coach Gert Ehn.
Mit besonderer Spannung werden sich in Kitz alle Augen auf Reinfried Herbst richten. Der Salzburger wird nur sechs Monate nach seiner schweren Knieverletzung das Comeback wagen und versuchen, noch auf den WM-Zug nach Schweden aufzuspringen. "Er hat einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Obwohl er seit der Verletzung noch nicht sehr viel gefahren ist, schaut es punkto Fahrposition und Technik schon sehr, sehr gut aus", meinte Ehn nach Studium der ersten Direktvergleiche mit den restlichen ÖSV-Piloten. "Er konnte mit den Schnellsten absolut mithalten."
Deshalb gaben nach den Ärzten auch die Trainer Grünes Licht für den Kitz-Doppelpack. Dass sich Herbst bereits bedenkenlos durch den Stangenwald stürzt, hat nach Ansicht von Ehn nicht nur mit dem reibungslosen Heilungsverlauf zu tun. "Das große Glück war, dass die Verletzung nicht beim Skifahren, sondern auf dem Fußballplatz passiert ist. Dadurch gibt es auch im tiefsten Inneren keine Angst."
Dass der Slalom diesmal aus schneetechnischen Gründen nicht über den traditionellen Ganslernhang führen kann, sondern im Zielraum der Speed-Bewerbe endet, sollte der Begeisterung der Fans keinerlei Abbruch tun. Aus sportlicher Sicht stellt die Kursänderung aber natürlich schon einen kleinen Wermutstropfen dar. "Der Ganslernhang mit seinen vielen Übergängen und dem hängenden Kurs im zweiten Durchgang war schon immer etwas ganz Besonderes und ist uns Österreichern auch immer sehr gut gelegen", weiß Ehn.
Auf dem diesjährigen Slalomkurs wurde allerdings bereits 1998 gefahren. Damals fanden ebenfalls zwei Slaloms statt und mit Erfolgen durch den Salzburger Thomas Stangassinger und den Niederösterreicher Thomas Sykora gab es gleich zwei österreichische Triumphe zu feiern. Ein gutes Omen also für den Doppelpack am Wochenende. (apa/red)
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