Mit dem Winter kommt der Herbst zurück: Slalom-Ass feiert sensationelles Comeback
- In Kitzbühel wird lange Verletzungspause beendet
- Starke Zeitläufe: Chancen auf WM-Ticket sind intakt

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Der Österreichische Skiverband hat gut daran getan, Reinfried Herbst für den erweiterten WM-Kader für Aare zu nominieren. Der 28-Jährige, der nach seinem Kreuzbandriss "mit Geduld und Vernunft" auf ein Comeback am 25. Februar im Slalom von Garmisch-Partenkirchen hingearbeitet hat, kehrt nun bereits am Samstag in Kitzbühel ins Weltcup-Team zurück. Nun absolvierte er erstmals wieder Zeitläufe mit den ÖSV-Kollegen und hielt zeitlich bei den Stärksten mit.
Der Olympia-Zweite von Turin hatte sich am 21. Juli 2006 im Rahmen eines Benefiz-Fußballspiels in Zell am See das Kreuzband gerissen und zudem Knorpel- sowie Meniskusverletzungen und einen Innenbandeinriss zugezogen. Nach nur sechs Monaten und verhältnismäßig schneller Rehabilitation hat er sich nun zum Comeback entschlossen - eher, als geplant.
Bis zu den am 3. Februar beginnenden Weltmeisterschaften in Aare stehen noch drei Weltcup-Torläufe auf dem Programm, zwei in Kitzbühel und einer in Schladming. Herbst hat noch alle Chancen, sich in das WM-Team zu fahren, denn bisher schafften nur Benjamin Raich mit einem Sieg (Levi) und einem zweiten Platz (Adelboden) sowie Mario Matt mit einem dritten Rang (Adelboden) Stockerlplätze. Rainer Schönfelder hat als einziges Ergebnis einen fünften Platz vom Saisonauftakt zu Buche stehen (Levi), Manfred Pranger einen siebenten (Beaver Creek) und einen neunten (Levi).
Chancen auf WM-Ticket intakt
Herbst hinterließ in den ÖSV-Zeitläufen auf der Reiteralm bei Pichl/Schladming einen starken Eindruck. "Zeitlich bin ich voll dabei. Gerade deshalb, weil ich heute sichere und konstante Zeitläufe absolviert habe, bin ich sehr optimistisch fürs Wochenende. Gemeinsam mit meinen Trainern und Herren-Cheftrainer Toni Giger habe ich entschieden, auf den Verletztenstatus zu verzichten. Ich möchte mir einfach keine Skirennen mehr im Fernsehen anschauen", sagte der Salzburger.
Auf Kitzbühel als Ort des Comebacks freut sich der Silbermedaillengewinner der letztjährigen Winterspiele sehr: "In der Heimat ein Comeback zu feiern ist etwas ganz besonderes. Ich hoffe, dass viele Fans nach Kitzbühel kommen werden." Die Erwartungen sind nicht zu hoch gesteckt: "Ich möchte Schritt für Schritt wieder einsteigen." Im Vorjahr wurde Herbst in der Gamsstadt hinter Sieger Jean-Pierre Vidal aus Frankreich Zweiter, in Schladming schied er dann im ersten Durchgang aus.
(apa/red)
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