Freitag, 26. Jänner 2007

Chancen für Österreich steigt: Nalbandian spielt wegen Knieverletzung nicht Daviscup!

  • "Österreich harter Gegner, mit mir oder ohne mich"

Nach seiner Absage an Daviscup-Kapitän Alberto Mancini für die Erstrundenbegegnung mit Österreich (9.-11.2. in Linz) hat Argentiniens Superstar David Nalbandian öffentlich seine Entscheidung begründet. Auf Grund einer Sehnenverletzung im linken Knie hätten die Ärzte zu einer Pause geraten. Über Melzer und Co. sagte er gegenüber argentinischen Medien: "Österreich ist ein harter Gegner, mit mir oder ohne mich."

Die Verletzung hat er sich im vergangenen Oktober beim Masters in Shanghai zugezogen. Beim Turnier von Chennai (Indien) Anfang des Jahres, wo er gleich in Runde eins gegen Kristian Pless (DEN) verloren hat, seien die Beschwerden immer schlimmer geworden. Deshalb habe er sogar überlegt, bei den Australian Open, wo schließlich im Achtelfinale gegen den Deutschen Tommy Haas Endstation war, nicht anzutreten.

Auch in den Momenten, in denen er die Schmerzen nicht so stark gespürt habe, habe er bei seinen Bewegungen Vorsicht walten lassen und sich blockiert gefühlt. Die vielen Turniere und Exhibitions in den vergangenen Monaten hätten ihren Tribut gefordert: "Nachdem ich nicht pausiert habe, haben mir die Ärzte gesagt, dass die Sehne überstrapaziert ist. So muss ich eben jetzt eine Pause einlegen, um zu regenerieren."

Das Team von Gilbert Schaller schätzt er stark ein: "Stefan Koubek spielt gut. Das war zwar in Australien nicht so, aber in Indien hat er gut gespielt, weshalb man Respekt vor ihm haben muss. Jürgen Melzer ist immer gefährlich." Der 25-jährige (Noch-)Weltranglisten-Achte hat aber genügend Vertrauen in seine Vertreter (Acasuso, Canas, Del Potro und Prieto). "Sie sind alle gut drauf." Die Spiele würden zwar schwierig werden, "aber es ist zu schaffen". Neben Nalbandian fehlen bei den Argentiniern außerdem noch Agustin Calleri (verletzt) und Juan Ignacio Chela (Daviscup-Auszeit in diesem Jahr). (apa)

26.1.2007 13:36