Samstag, 27. Jänner 2007

Ausbruch aus dem Vatikan: Johannes Paul II. schlich sich regelmäßig heimlich weg!

  • Neue Bio: Papst ging 100 Mal unerlaubt Skifahren

Der verstorbene Papst Johannes Paul II. soll sich mehr als 100 Mal heimlich aus dem Vatikan verdrückt haben, um Ski zu laufen. Der begeisterte Sportler habe sich mit den Einschränkungen seines Amtes zunächst schwer getan, heißt es in einem Buch des polnischen Kardinal Stanislaw Dziwisz, Sekretär und engster Vertrauter von Karol Wojtyla.

An den heimlichen Ausflügen seien neben Johannes Paul II. drei Prälaten aus Polen beteiligt gewesen, schreibt Dziwisz. Zum ersten Mal habe sich das Quartett rund zwei Jahre nach der Papstwahl von 1978 aus Castel Gandolfo davongemacht. Wie es in dem Buch weiter heißt, benutzten sie das Auto von Jozef Kowalczyk, dem heutigen päpstlichen Nuntius in Polen, um nicht die Aufmerksamkeit der Schweizer Garde zu erregen. Ein weiterer Begleiter verdeckte den Papst mit einer ausgebreiteten Zeitung und gab vor, zu lesen.

Ziel der ersten Tour sei ein kleiner Skilift in Ovindoli gewesen, schreibt Dziwisz weiter. Bei der Rückkehr habe Johannes Paul strahlend gerufen: "Wir haben es getan!"

Dziwisz zufolge war der Papst wie ein durchschnittlicher Wintersportler gekleidet und trug eine Sonnenbrille. Zur Sicherheit sei in der Schlange beim Skilift ein Vertrauter hinter und ein weiterer vor ihm gestanden. Weder der Vatikan noch Journalisten hätten von den insgesamt mehr als 100 heimlichen Sport-Aktionen gewusst.

Nur ein Mal sei Johannes Paul von einem etwa zehn Jahre alten Buben erkannt worden, der gerufen habe: "Der Papst, der Papst!" Einer der päpstlichen Begleiter habe das Kind aber geistesgegenwärtig zu seinen Freunden zurückgeschickt, anschließend trat die Truppe den Heimweg an. Auf späteren Touren seien dann Polizisten aus dem Vatikan mitgekommen.

Dziwiszs Buch erschien jetzt unter dem Titel "Das Zeugnis" in Polen. Unter dem Titel "Ein Leben mit Karol" ist es in Italien auf den Markt gekommen. (apa/red)

27.1.2007 19:45