US-Kongress soll Irak-Einsatz beenden: Zehntausende demonstrieren für Frieden
- Teilnehmerzahl blieb aber unter den Erwartungen
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Kongress-Resolution gegen Bush-Strategie
Mit Aufrufen zu einem sofortigen Abzug aller US-Soldaten aus dem Irak haben sich in Washington zehntausende Demonstranten versammelt. Anders als bei bisherigen Anti-Irakkriegs-Demonstrationen richteten sich die Slogans nicht so sehr gegen Präsident Bush, sondern wandten sich an den US-Kongress, alles in seiner Macht stehende zu tun, um einen Truppenabzug aus dem Irak zu erreichen.
Die Friedensaktivisten folgten einem Aufruf des Verbandes "Vereint für Frieden und Gerechtigkeit". "Schickt die Truppen nach Hause zurück, jetzt", "Kein Geld mehr für den Krieg" oder "Stoppt das Sterben im Irak", hieß es auf Plakaten. Ein Behälter war mit Schildern gefüllt, auf denen die Namen getöteter Iraker zu lesen waren. Ein mit der amerikanischen Flagge bedeckter Sarg und ein Paar Militärstiefel sollten die getöteten US-Soldaten symbolisieren.
Hunderte von Bussen aus dem ganzen Land waren im Einsatz, um Demonstranten in die Hauptstadt zu bringen. Die Organisatoren erwarteten, dass es die größte Anti-Irak-Kriegs-Kundgebung seit September 2005 wird, zu der sich damals mehrere hunderttausend Teilnehmer versammelt hatten. Die Teilnehmerzahl blieb aber hinter den Erwartungen zurück.
Zu den prominentesten Rednern bei der Kundgebung gehörten die Schauspieler Jane Fonda, Susan Sarandon, Tim Robbins, Danny Glover, Rhea Perlman sowie der schwarze Bürgerrechtler Jesse Jackson.
Bush hat kürzlich die Entsendung zusätzlicher 21.500 Soldaten in den Irak verfügt. Im Kongress haben seit Kurzem die Demokraten wieder die Mehrheit. Im Senat soll voraussichtlich in der kommenden Woche über eine Resolution gegen die geplante Truppenaufstockung abgestimmt werden. (apa/red)
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