"Dead or Alive": Bush erlaubt Truppen Tötung von iranischen Agenten im Irak
- So soll Einfluss Teherans im Irak geschwächt werden
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Kongress-Resolution gegen Bush-Strategie

US-Präsident Bush hat einem Zeitungsbericht zufolge die amerikanischen Truppen im Irak zur Tötung oder Gefangennahme iranischer Agenten ermächtigt. Mit der im Herbst erteilten Vollmacht solle der Einfluss Irans in der Region geschwächt und Teheran zur Aufgabe seines Atomprogramms gezwungen werden, berichtete die "Washington Post" unter Berufung auf Regierungskreise.
US-Soldaten hätten bereits Dutzende Iraner für mehrere Tage in Gewahrsam genommen, Fingerabdrücke sowie DNA-Proben genommen und sie fotografiert, berichtete die Zeitung weiter. Die Ermächtigung gelte für Mitglieder des iranischen Geheimdienstes und der Revolutionsgarde, nicht aber für Zivilisten oder Diplomaten des Landes.
Im US-Außenministerium und im Pentagon gebe es jedoch auch Skepsis gegenüber den Plänen, hieß es in dem Bericht weiter. CIA-Direktor Michael Hayden befürchte, dass Iraner als Vergeltung US-Personal im Irak entführen könnten.
In den letzten Wochen waren bei drei US-Razzien im Irak mehrere Iraner festgenommen worden. Der scheidende US-Botschafter im Irak, Zalmay Khalilzad, hatte zuletzt erklärt, in den kommenden Tagen würden Details zu den Vorwürfen gegen die Festgenommenen genannt. Die USA fahndeten nach einem Netzwerk iranischer Agenten, die die Basis für das Engagement im Irak bildeten. Die USA werfen dem Iran vor, schiitische Extremisten im Irak mit Waffen und Geldern zu unterstützen.
(apa)
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