Donnerstag, 25. Jänner 2007

Blutvergießen im Schatten des Zuckerhuts: Elf Tote bei neuen Unruhen in Rio de Janeiro

  • Zusammenstöße zwischen Polizei und Drogen-Mafia

Rund vier Wochen nach einer Attentatsserie der Drogenmafia sind bei neuen Unruhen und einem Gemetzel in der brasilianischen Stadt Rio de Janeiro mindestens elf Menschen getötet worden. Bei Zusammenstößen zwischen Polizisten und Bewohnern des Armenviertels Vila Cruzeiro im Norden der Stadt wurden sieben mutmaßliche Drogenhändler erschossen.

14 Verdächtige seien außerdem festgenommen worden, hieß es. Die Leichen von vier Opfern eines mutmaßlichen Massakers der Drogenmafia seien außerdem in einem geparkten Fahrzeug gefunden worden.

In dieser Woche hatte die Militär-Eliteeinheit "Kraft für die Nationale Sicherheit" im Bundesstaat Rio de Janeiro ihren Einsatz begonnen. Rund 500 Männer und Frauen patrouillieren vor allem an den Grenzen des Bundesstaates. Die Entsendung der Eliteeinheit war eine Reaktion auf die jüngste Terrorwelle in Rio.

Bei einer Attentatsserie der Drogenmafia waren Ende des Jahres 2006 mindestens 18 Menschen getötet worden. Auch mehrere Busse mit Passagieren wurden damals in Brand gesetzt. In Zukunft sollen auch normale Soldaten in Rio auf Patrouille geschickt werden.

(apa/red)

25.1.2007 08:29