Verdacht gegen Ex-Guantanamo-Häftling: Wollte Kurnaz in Afghanistan kämpfen?
- LKA: Wollte an Seite der Taliban gegen USA kämpfen
- "Erkennbar hohe Gewaltbereitschaft" bescheinigt

·D: Neue Dimension
im Fall Murat Kurnaz
Abhörmikrofone im Büro von U-Auschuss-Mitglied
Der ehemalige Guantanamo-Häftling Murat Kurnaz soll einem Zeitungsbericht zufolge Ende 2001 in terroristischer Absicht nach Pakistan gereist sein. Dies sei die "übereinstimmende Überzeugung des Landeskriminalamtes und des Verfassungsschutzes in Bremen", schreibt die "Bild"-Zeitung und zitiert einen Vermerk des LKA Bremen.
In der Aufzeichnung vom Mai 2002 heißt es, es bestehe "Grund zu der Annahme, dass Kurnaz nach Pakistan gereist ist, um von dort aus an der Seite der Taliban in Afghanistan gegen die USA zu kämpfen". Einem Freund, der Kurnaz damals habe begleiten sollen, aber bereits am Frankfurter Flughafen verhaftet worden sei, bescheinige das LKA "erkennbar hohe Gewaltbereitschaft".
Das Blatt berichtet unter Berufung auf die Ermittler weiter, dass das Flugticket von Kurnaz von Frankfurt nach Karachi mit einer EC- Karte eines weiteren Freundes bezahlt worden sei. Aus abgehörten Telefongesprächen wüssten die Ermittler, dass dieser Freund Kontakt zu den radikalislamischen Taliban gehabt habe.
Der aus Bremen stammende Türke war von 2002 bis 2006 in Guantanamo inhaftiert und wurde dort auch misshandelt. Er wirft der damaligen rot-grünen deutschen Regierung vor, seine Freilassung und damit die Rückkehr nach Deutschland verhindert zu haben.
(apa/red)
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