Ahmadinejad bleibt gelassen: Bush wird Iran-Angriff von Amerikanern nicht erlaubt
- Reaktion auf Entsendung eines Flugzeugträgers
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Der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad ist nach eigenen Worten überzeugt, dass die USA nicht fähig sind, seinem Land Schaden zuzufügen. "Weise" Amerikaner würden es US-Präsident George W. Bush nicht erlauben, den Iran anzugreifen, erklärte Ahmadinejad nach Angaben des arabischen Senders "Al-Jazeera" im staatlichen iranischen Fernsehens. Er reagierte damit auf die Entsendung eines US-Flugzeugträgers Richtung Iran.
Trotz der vom UN-Sicherheitsrat wegen des iranischen Atomprogramms verhängten Sanktionen hätten die USA ihre Kampagne gegen Teheran nicht weiter verstärkt. Im Jahr 2003 habe Washington noch offen mit einem Angriff gedroht, jetzt würden die USA ihre Drohungen indirekt aussprechen. Sie hätten ihre Rhetorik nicht verschärft, so Ahmadinejad. Die Amerikaner wollten den Iran unter Druck setzen, weil sie ihn als Hindernis sehen würden, um ihre Ziele in der Region zu erreichen. "Sie sind aber dazu nicht fähig", meinte der iranische Präsident.
Die USA haben den Flugzeugträger "USS John C Stennis" in die Golfregion entsandt. US-Verteidigungsminister Robert Gates wolle damit dem Iran vor Augen führen, dass die militärische Stärke der USA nicht geschwächt sei, so "Al-Jazeera". Die USA und Israel verdächtigen den Iran, nach Atomwaffen zu streben.
Präsident Bush hatte in seiner Rede zur Lage der Nation vor dem US-Kongress Teheran scharf angegriffen und erklärt, schiitische Extremisten, die ihre Weisungen und Waffen häufig aus dem Iran erhielten, strebten nach einer Dominanz des Nahen Ostens.
Ahmadinejad wurde zuletzt von der Presse seines Landes und Politikern wegen seiner kompromisslosen Linie im Atomstreit kritisiert, weil er dadurch negative internationale Reaktionen gegen den Iran heraufbeschwöre. Der Präsident meinte dazu: "Der Iran sucht mit niemandem eine Konfrontation."
Zur im Iran geäußerten Kritik, es sei ihm nicht gelungen, die wirtschaftliche Lage zu verbessern, sagte Ahmadinejad, die gegenwärtige Inflation sei durch die wirtschaftlichen Strukturen bedingt, die er bei seinem Amtsantritt 2005 geerbt habe. Die Preiserhöhungen seien zum Teil eine Folge des Winters, zum Teil von den Medien "fabriziert".
Nordkorea hilft Iran angeblich beim Atomprogramm
Nordkorea hilft dem Iran einem Zeitungsbericht zufolge bei Vorbereitungen für einen unterirdischen Atomwaffentest. Wie der britische "Daily Telegraph" unter Berufung auf einen europäischen Verteidigungsexperten berichtete, stellte Pjöngjang Teheran alle Unterlagen über seinen Atomtest vom vergangenen Oktober zur Verfügung.
In allen atomaren Einrichtungen des Iran würden seit dem Jahreswechsel verstärkte Aktivitäten beobachtet, hieß es in dem Bericht. Alles deute darauf hin, dass die Iraner hart an der Vorbereitung eines eigenen unterirdischen Atomtests arbeiteten.
Nordkorea hatte am 9. Oktober einen ersten Atomwaffentest unternommen. Der UNO-Sicherheitsrat verhängte daraufhin gegen das Land eine Reihe von Strafmaßnahmen.
(apa/red)
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